Wissenswertes zum Freimarkt
Wissen Sie eigentlich, warum der Freimarkt "beerdigt" wird? Und hätten Sie gedacht, dass der Stellplatz-Preis für eine Pommesbude mehr kostest als für die Achterbahn? Diese und viele weitere kuriose Besonderheiten zum Freimarkt finden Sie hier.
Seit 1913 wird der Freimarkt "beerdigt". Schausteller und Vertreter der Stadt läuten mit dem Trauermarsch das Ende des Volksfestes ein. Ursprünglich war die Beerdigung eine Protest-Aktion. 1913 mussten die Schausteller von der Innenstadt auf die Bürgerweide umziehen. Ihren Missmut brachten sie durch die Beerdigung zum Ausdruck.
1035, in den Anfängen der Freimarktszeit bekamen die Kramer und Wandersleute die Genehmigung, ohne Rücksicht auf einheimische Zünfte und Beschränkungen ihre Waren zu verkaufen. Daher kommt der Name Freimarkt.
Eigentlich gibt es in Bremen nicht nur einen, sondern drei Freimärkte. Das Gelände verteilt sich über die ganze Stadt und so findet sich neben dem Hauptgelände auf der Bürgerweide (Messe Bremen / Bahnhof Ausgang Nord) der "kleine Freimarkt" auf dem Bremer Marktplatz in der Innenstadt. Daneben, auf dem Gelände der Kirche "Unser Lieben Frauen" liegt der historische Freimarkt, der an die Ursprünge des Festes erinnert. Offiziell eröffnet wird der Markt übrigens auf dem Rathausplatz, indem Mitglieder der Schornsteinfegerinnung dem Bremer Roland ein großes Lebkuchenherz aus Pappe umhängen.
So ist der Blick aus dem Riesenrad auf den Freimarkt
Gebrannte Mandeln und Lebkuchenherzen verkaufen sich an Süßigkeitenständen am besten. Die beliebtesten Sprüche auf Lebkuchenherzen sind "Ischa Freimaak" und "Gruß aus Bremen".
Jedes Jahr müssen sich die Schausteller neu um einen Stellplatz auf der Bremer Bürgerweide bewerben. Von den 2010 eingegangenen 1.112 Bewerbungen fanden jedoch nur 336 Schausteller auf dem Freimarkt Platz. Versucht wird, den Schaustellern, die schon häufiger während der Freimarktszeit in Bremen gastierten, den selben Stellplatz zuzuweisen wie im Vorjahr. Dieses Vorgehen erleichtert es den Besuchern, beliebte Fahrgeschäfte und Imbissbuden schnell wieder zu finden. Der Preis der Stellfläche für die Schausteller richtet sich übrigens nach dem wirtschaftlichen Wert des Geschäftes. Der Quadratmeter kostet also umgerechnet für eine Pommesbude mehr als für die Achterbahn.
Der Freimarkt hat seinen Namen in mehr als nur einer Hinsicht verdient. Die Gastwirte und ihre Gäste in ganz Bremen freuen sich, dass sie während der Freimarktszeit gänzlich von Sperrstunden befreit sind. Deswegen wird während des Freimarkts in der ganzen Stadt bis spät in die Nacht gefeiert.
Wenn am Abend auf dem Freimarkt die Lichter ausgehen, bleibt eines noch leuchten. Dann findet der Mitternachtsgottesdienst für Schausteller und Gäste des Marktes statt. Zu diesem ungewöhnlichen Gottesdienst laden Dompastorin Ingrid Witte und Schaustellerpastorin Regina Hallmann am 28.10.2010 um 23.30 Uhr in das Café Schulze auf der Bürgerweide ein.
Ischa Freimaak!
Vom 14. bis zum 30. Oktober 2011 war wieder Freimarkt auf der Bremer Bürgerweide. Mehr...
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Meldungen
Wetter
sonnig, 16,5° C
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Offizielle Freimarkt-Homepage
Termine, Webcam und Fotos vom Freimarkt auf den Seiten der Bremer Schausteller und Marktkaufleute. Mehr...
Lageplan (PDF)
Einen detailierten Lageplan finden Sie hier. Dort sind Fahr- und Laufgeschäfte, Ausschankzelte, Polizei, Sanitätsdienst, Kinderfundbüro und Toiletten eingezeichnet. Mehr...
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