Jazzahead
Vom 25. bis zum 28. April war Bremen im Jazzfieber. Musikredakteur Wolfgang Rumpf hat sich auf der internationalen Messe umgesehen, Kontakte gepflegt und natürlich auch das ein oder andere Konzert besucht. Im Nordwestradio hat er von seinen Eindrücken berichtet.
Die Jazzahead fand zum achten Mal in Bremen statt.
Julia Meichsner: Vier Tage war die Musikmesse Jazzahead in der Stadt und das heißt: 600 Aussteller aus über 30 Ländern und dazu viel Musik. Nordwestradio-Musikchef Wolfgang Rumpf ist bei mir im Studio. Wie war es denn auf der Messe? Wurden da auch Geschäfte gemacht oder habt ihr da nur ordentlich gegroovt und sonst nicht viel gemacht?
Wolfgang Rumpf: Die Messe ist eine Mischung aus Konzertveranstaltungen und auch ein großer Kommunikationspunkt. Das ist vielleicht auch das Plus dieser Messe, das was sie von anderen normalen Festivals unterscheidet. Also, es gibt viele Stände. Man geht hin und her. Ich hab mich unterhalten mit Kollegen von der BBC, mit Kollegen aus Barcelona. Halb Europa war auf dieser Messe. Und sogar einen Kulturstaatssekretär aus Stuttgart habe ich getroffen, weil der für die Jazzinitiativen dort zuständig ist und gesagt hat: "Ich muss mich einfach auf der Jazzahead informieren, wie die anderen das machen". Also, ein großer Marktplatz, ein großes Kommunikationszentrum. Und die Leute sind pausenlos in Debatten verwickelt. Auch noch auf einzelnen Panels, die es gibt. Wo man über bestimmte Dinge diskutiert. Zum Beispiel: Die Frage des Urheberrechts. Wie ist die Vermarktung im Internet? Wie läuft das alles? Also: hochinteressante Fragen, die diskutiert wurden.
Julia Meichsner: Aber ganz viel Musik. Das Partnerland war in diesem Jahr Israel. Was haben die da mitgebracht?
Wolfgang Rumpf: Das war sehr unterschiedlich und sehr interessant. Es ist natürlich ein globaler Markt inzwischen. In Israel existiert natürlich eine ganz normale Jazzszene, wie überall sonst auch. Aber es mischen sich eben nicht nur diese Einflüsse, die man auch in New York oder in Berlin hören könnte, sondern es sind noch viele ethnische Musikeinflüsse spürbar. Eine Sängerin war zum Beispiel da, die hat kurdische Folklore gesungen. Also, was ganz originelles, weltmusikartiges. Und da muss man schon sehen, dass sich in diesem Land unglaublich viel bricht und zusammenfließt. Das hat auch Dubi Lenz, der dort Radiomann ist, gesagt. Dass Israel ein Schmelztiegel ist, weil viele Musiker in der ganzen Welt unterwegs sind, immer wieder zurückkommen, oder zum Beispiel so wie Avishai Cohen auch zwischendurch in New York leben . Also, ein internationaler Markt, aber trotzdem ein Fokus der momentanen Jazzszene.
Julia Meichsner: Ein Höhepunkt war die Clubnight. Was genau ist das? Was war da los?
Wolfgang Rumpf: Da gibt es 40 Konzerte in ungefähr 20 Locations überall in Bremen und der Umgebung. Und das ist natürlich so richtig was zum Flanieren. Das macht auch den Musikern Spaß. Das ist das Entscheidende. Jacob Karlzon zum Beispiel, der Jazzpianist, der hat an diesem Abend drei Konzerte gespielt. Einmal solo, dann mit Victoria Tolstoy zusammen und dann noch mit seinem Trio. Also, die Musiker haben da auch Spaß und er war zum Beispiel zu Gast im Musicaltheater. Und dann kann man von Location zu Location gehen und sich ganz verschiedene Stile anhören.
Jazzahead
![Jazzahead! 2013 [Quelle: Messe Bremen/WFB] Jazzahead! 2013 [Quelle: Messe Bremen/WFB]](/kultur/jazzahead144_v-mediateaser.jpg)
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