Kino-Tipp
Der große Gatsby
"Also machen wir weiter" steht da in großen Schreibmaschinenbuchstaben auf der Leinwand, "Boote gegen den Strom - und werden doch unaufhörlich in die Vergangenheit zurückgetrieben." Und sollten wir Scott Fitzgeralds berühmte letzte Worte aus seinem Roman "Der Große Gatsby" in 3-D-Optik sehen, dann scheint es, als schwebten die Lettern über und zwischen uns im Kinosaal. Ein gewisser Nick, erfolgloser Wall Street-Börsenhändler im New York des Jahres 1922 hat sie aufgeschrieben.
Daisy und Gatsby kannten sich bevor Gatsby in den Ersten Weltkrieg zog und sie einen anderen, einen dieser Neureichen heiratete. Gatsby hat mit Alkoholschmuggel eine Menge Geld illegal verdient und gibt es mit beiden Händen aus. Fast täglich schmeißt er Parties, rauschhafte Orgien, Riesenfeste mit hunderten von Gästen. Und alles nur, um seiner großen Liebe Daisy wieder nahe zu kommen.
Man muss keine Blasphemie betreiben, um festzustellen, dass die neue, vierte Verfilmung von "Der Große Gatsby" reicher ausgestattet ist, als der Allmächtige dazu in der Lage wäre. Zwei Augen reichen kaum aus, um die entweder volldigital oder in australischen Studios komponierten Szenarien des New Yorks der 1920er Jahre aufzunehmen. Der australischen Regisseur Baz Luhrmann bombadiert sein Publikum mit Bildern in Bildern, mit Computer-Animations-Tricks und Kamera-Zooms, als wolle er beweisen, wie viel Computer-Technik ein einziger Film zeigen kann. Und natürlich, wie groß die Liebe Gatsbys, souverän gespielt von Leonardo Di Caprio, zu seiner Daisy ist.
Baz Luhrmann geht es kaum um die Tiefe der Charaktere in der Vorlage Scott Fitzgeralds, um die Anklänge an die wirtschaftliche Rezession in den USA in den 20er Jahren, um das "Es gibt kein morgen" der Schönen und Reichen. Luhrmann schert sich nicht um Querverweise zur weltweiten ökonomischen Krise zu Beginn dieses Jahrtausends oder um einen Roten Faden abseits der fatalen Beziehung von Gatsby und Daisy. Dieser Film soll uns volldröhnen, sogar mit aktueller Hip-Hop-Musik, er soll Geld einspielen, völlig gleich, ob wir ihn nächste Woche vergessen haben oder nicht. Armer Gatsby.
Kinotipp: "Der große Gatsby", [3:38]
Beitrag von Jürgen Francke
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