Kino-Tipp
Der französische Regisseur Jacques Audiard beschäftigt sich in seinen Filmen mit Männern in der Krise. Es sind Antihelden, Kämpfer-Typen und Gefallene, die sich auf ihrem Weg durch das Leben viele Blessuren holen. Nun kommt Audiards neuer Film "Der Geschmack von Rost und Knochen" in unsere Kinos. Und der Regisseur bleibt seiner Linie treu. Nordwestradio-Reporter Jürgen Francke hat den Film gesehen.
Auch hier geht es um einen Kerl der etwas härteren Art, einen Mann, der seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Der etwas eigenwillige Titel deutet vielleicht auf einen Action-Film hin oder einen Thriller, doch weit gefehlt. Boxer Ali ist mit seinem etwa 5-jährigen Sohn, den er offenbar nicht besonders gut kennt, unterwegs. Sie fahren von Nordfrankreich an die Cote d'Azur. Im Zug suchen sie nach Essensresten, die beide hastig herunterschlingen. Am Mittelmeer angekommen, finden sie Unterschlupf bei Alis Schwester. Er findet einen Job als Rausschmeißer in einer Disco.
Eines Abends bemerkt Ali eine junge blutende Frau. Monate später sehen sich die beiden wieder. Stéphanie ruft Ali an, als sie schwer versehrt ist. Bei ihrer Arbeit als Wal-Dompteurin hat sie beide Unterschenkel verloren. In der folgenden Zeit verbringen die beiden einige Zeit miteinander. Ali ermuntert die junge Frau, schwimmen zu gehen und nimmt sie mit zu seinen brutalen Boxkämpfen. Dass Stéphanie behindert ist, stört ihn nicht, aber an Liebe verschwendet er keinen Gedanken.
An Sex denkt Ali aber schon, zum einen aus persönlicher Lust, aber auch aus therapeutischen Gründen. Sie schlafen also miteinander. Das grobschlächtige Auftreten des entwurzelten Ali trifft dabei auf eine Frau, die ihr Leben neu sortieren muss und die glaubt, ihre Attraktivität verloren zu haben. Das hat Regisseur Jacques Audiard ohne Pathos, sondern fast radikal realistisch inszeniert. Am Ende kommt es zu einem Showdown, an dem einem Tränen kommen können. "Der Geschmack von Rost und Knochen" ist ein zutiefst menschlicher und bewegender Film.
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