Kino-Tipp
Mit "Große Erwartungen" kommt eine weitere Charles-Dickens-Verfilmung in die Kinos. Harry-Potter-Regisseur Mike Newell hat den Stoff aus dem Spätwerk Dickens' mit brillanten Darstellern auf die Leinwand gebracht. Es geht um den Aufstieg eines armen Dorf-Jungen im viktorianischen England zum Gentleman der Londoner Oberschicht. Jürgen Francke stellt den Film vor.
Szene mit Ralph Fiennes in "Große Erwartungen"
Filmtipp "Große Erwartungen", [3:34]
Der Schmiede-Lehrling Phillip, von allen Pip genannt, wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Große Erwartungen an das Leben kann ein Waisenjunge wie er Mitte des 19. Jahrhunderts nicht stellen. Dennoch strebt der Junge nach Bildung, will dem eintönigen Marschland seiner englischen Heimat entkommen. Was für ein Glück, dass ihn die reiche, aber unwirsche Miss Havisham und ihre Tochter Estalla Pip in ihr heruntergekommenes Schloss einladen. Pip mag das hübsche, wenn auch arrogante Mädchen Estella. Ihr sozialer Stand verbietet aber einen näheren Umgang mit dem Dorfburschen, und so verlieren sie sich aus den Augen. Die Jahre vergehen und Pip wird erwachsen.
Mit Hilfe eines anonymen Förderers schafft Pip den gesellschaftlichen Aufstieg. Er geht ins überbevölkerte, schmutzige London, in der die Oberschicht ein ausschweifendes Leben führt. Spätestens jetzt kommt man im Kinosessel nicht umhin, eine erste Einschätzung dieser Kino-Interpretation der Romanvorlage "Große Erwartungen" von Charles Dickens vorzunehmen: Regisseur Mike Newell setzt offensichtlich auf Oberflächen. Die Schmiede oder die Räume im Schloss, als Pip noch jung war, sind ebenso dunkel gehalten, ja, abweisend, wie das viktorianische London. England ist zwar eine klar gegliederte Klassengesellschaft, aber auch die Oberschicht lebt in bedrückender Düsternis. Und dazu passt der ältere Darsteller des Pip eigentlich nicht. Der wandelt mit strahlend weißen Zähnen durch London wie ein Dressman. Und er trifft "seine" Estella wieder. Sie ist durch eine harte Schule des Lebens gegangen.
Ein explizites Weihnachtsmärchen, wie angekündigt, ist diese Dickens-Verfilmung keineswegs. Es ist eher eine glatte, auf düstere Spannung angelegte Geschichte um Schuld und Sühne: Ein Intrigenspiel der Hartherzigen gegen die Romantiker, wenn man so will. Das ist dann doch zu holzschnittartig geraten. Auf der anderen Seite wartet der Film mit einer Reihe brillanter Darsteller auf, darunter Helena Bonham Carter als hexengleiche Mutter Estallas, Ralph Fiennes als Gönner im Schurkengewand oder Robby Coltrane in der Rolle des vermeintlich väterlichen Rechtsanwalts. Der Film ist unterhaltsam, solide inszeniert, aber es fehlt die emotionale Tiefe der Vorlage.
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