Kino-Tipp
Frederick Lau in der Komödie "Das Leben ist nichts für Feiglinge"
Als der Bremer Regisseur André Erkau seinen ersten Film "Selbstgespräche" ins Kino brachte, erntete er Respekt für seine kühl kalkulierte Studie über die Unfähigkeit der Kommunikation. Sein zweiter Film "Arschkalt" kreiste wieder um dieses Thema, diesmal allerdings mit viel Humor und Slapstick. Jetzt startet Erkaus dritter Spielfilm "Das Leben ist nichts für Feiglinge". Und es geht, man ahnt es, auch hier um Menschen, die sich nicht so richtig trauen, den Mund aufzumachen. Im Mittelpunkt steht ein verwitweter Vater, gespielt vom neuen NDR- Tatortkommissar Wotan Wilke Möhring, der noch lernen muss, was es heißt, kein Feigling im Leben zu sein. Jürgen Francke stellt den Film vor.
Filmtipp: Das Leben ist nichts für Feiglinge, [3:25]
Was kann ein Mensch an Rückschlägen verkraften? Markus Färber, Anfang 40, verliert zunächst seine Frau durch einen absurden Unfall, dann erkrankt seine Mutter an Kreb, und seine 15-jährige Tochter brennt mit ihrem neuen Freund durch. Markus ist fix und fertig und will von der Welt nichts mehr wissen.
In diesem Film steckt das Potential eines Dramas. Aber Regisseur André Erkau geht einen anderen Weg. Er will die Konflikte zwar nicht bagatellisieren, aber er setzt auf einem humorvollen Umgang seiner Protagonisten mit ihren jeweiligen Malaisen. Oma Färber jedenfalls lässt sich trotz ihrer tödlichen Erkrankung nicht so schnell erschüttern.
"Das Leben ist nichts für Feiglinge" kreist um die Themen Tod, Krankheit, Pubertät und Einsamkeit. Denn allein – jeder für sich – sind sie alle. Es ist auch ein Film über die Schwierigkeit miteinander zu kommunizieren. Die Oma verheimlicht ihren Krebs, die Tochter verbirgt den neuen Freund, und Markus, der aus der Bahn geworfene Vater, zieht sich zurück. Das klingt deprimierend. Und darum baut André Erkau immer wieder tragikkomischen Situationen ein. Zum Luftholen für das Publikum.
Der Film hat zweifellos seine berührenden Momente. Besonders wenn es zu zarten Annäherungen der drei Generationen kommt, und alle die Hilflosigkeit packt. Als in einer Szene plötzlich der Anrufbeantworter anspringt und die Stimme der toten Mutter erklingt, muss man auch im Kinosessel erst einmal schlucken. Aber als Markus und seine kranke Mutter nebst Pflegerin der rebellischen Tochter nach Dänemark hinterherreisen, gerät die Suche nach einer eigenen Position, nach einem angemessenen Umgang mit Schmerz und Trauer, zu einem turbulenten Roadmovie. Hier scheint für Regisseur Erkau der Einsatz von regelmäßigen Humordosen unumgänglich. Zum Beispiel sorgen die guten alten Haschkekse für Heiterkeit.
Vielleicht sollen wir etwas zuviel lachen in diesem eigentlich traurigen Film. Auf der anderen Seite kann man eine Quintessenz des Films mit nach Hause nehmen: Feiglinge haben keinen Humor. Und darum ist das Leben nichts für sie.
Gespräch mit André Erkau, [34:21]
Regisseur und Drehbuchautor
Das Leben ist nichts für Feiglinge, [6:13]
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