Kino-Tipp
Thor Heyerdahl wird von einem Hai angegriffen
1947 hat man es ein "kühnes Unterfangen" genannt. Auf einem Floß aus Balsa-Holz, ganz ohne moderne Werkstoffe, Metall oder Plastik, den Pazifik von Süd-Amerika nach Polynesien zu überqueren. Allein im Vertrauen auf den Wind und die Strömung. Keiner der Expeditionsteilnehmer auf dem nur durch Hanf-Taue zusammengehaltenen Floß hatte seemännische Erfahrung. Der Leiter des Unternehmens, Thor Heyerdahl war Nichtschwimmer. Was ihn auszeichnete, sind Mut und Sturköpfigkeit. Er wollte beweisen, dass die Südsee-Inselwelt Polynesiens nicht von Westen, sondern von südamerikanischen Indios besiedelt wurde. Sein damaliger Dokumentarfilm über diesen Segel-Törn gewann sogar den Oscar. Zwei norwegische Regisseure haben dieses Abenteuer nun als Kinofilm auf die Leinwand gebracht und waren Oscar-nominiert für den besten ausländischen Film.
Die Reise auf dem selbst zusammen gezimmerten Schwimmkörper beginnt an der Küste Perus. Leider haben die Filmemacher versäumt, den Drehort Valletta, die Hauptstadt Maltas, unkenntlich zu machen. Das sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt. Später dann, auf See, müssen der stroh-blonde Thor Heyerdahl und seine fünf bärtigen Crew-Mitglieder über 100 Tage in einem zwölf Quadratmeter kleinen Hüttenaufbau ausharren. Meistens untätig. Aber: Voller Hoffnung.
Es ist allgemein bekannt, dass die Ozean-Expedition im August 1947 letztendlich erfolgreich war und alle unversehrt Polynesien erreichten. Was also wollen die Drehbuchautoren von "Kon-Tiki" erzählen? Der begrenzte Raum eines Floßes auf hoher See bietet wenig Handlungsspielraum. Der Film behilft sich mit Spezial-Effekten: Es gibt den unvermeidlich wütenden Sturm, ein Treffen Aug' in Aug' mit einem riesigen Wal und ein – zugegeben spannend inszenierter – Hai-Angriff. Dazu kommt die Sorge um das immer klappriger werdende Floß.
Der Film ist gut bebildert und oft rasant geschnitten. Trotzdem täuscht dies nicht darüber hinweg, dass sich "Kon-Tiki" kaum um eine genaue Figurenzeichnung seiner Protagonisten kümmert. Über die Crew-Mitglieder erfahren wir wenig. Aufkommende Konflikte werden durch Thor Heyerdahls dominantes Auftreten schnell beigelegt. Er hat nur sein Ziel Polynesien im Sinn, nautische oder schiffs-mechanische Probleme interessieren ihn nicht. Und so ist "Kon-Tiki" zeitweise zwar ein attraktiver Abenteuerfilm, aber keinesfalls ein Historiendrama vor exotischer Ozean-Kulisse. Schade, denn diese Geschichte birgt viel mehr Potenzial.
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