Kino-Tipp
Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln
Nur kurz wird der brutale Kampf, Mann gegen Mann – Unionisten gegen Konföderierte – auf der Leinwand gezeigt. Seit nunmehr vier Jahren tobt der Amerikanische Bürgerkrieg. Es werden die einzigen Action-Szenen bleiben. Dann spricht der erst unlängst wieder gewählte US-Präsident Abraham Lincoln – eher informell – in einer Garnisons-Stadt mit zwei schwarzen Soldaten. Und in der nächsten Szene räkelt er sich im Beisein seiner Ehefrau auf einem Diwan und diskutiert. "Lincoln" ist weniger ein Film über das bewegte Leben eines berühmten Politikers, kein bluttriefendes Drama über den Bürgerkrieg, sondern ein Film über knallharte Politik – ein Demokratie-Thriller.
Nach Präsident Lincoln sind alle Menschen gleich, vor dem amerikanischen Gesetz – aber auch nach Lincolns sozio-kulturellen und ethischen Vorstellungen. Also auch Afro-Amerikaner und damit schwarze Sklaven. Und damit wird der Film spannend. Denn nur ein Verfassungs-Zusatz, verabschiedet vom Repräsentantenhaus, kann die Sklaverei in den USA offiziell abschaffen. Was von diesem Zeitpunkt an im Januar/Februar 1865 passiert, findet im Weißen Haus statt, in dunklen Besprechungsräumen oder im Kongress selbst. Ab nun wird in "Lincoln" politisch geschachert.
Der Republikaner Abraham Lincoln ist auf Stimmen der oppositionellen Demokraten – die anders als heute damals mehrheitlich ur-konservativ waren – angewiesen. Also lässt er durch Hintermänner Geldgeschenke an demokratische Wackelkandidaten verteilen. Und alles muss schnell gehen. Denn sollte der Bürgerkrieg vor der Abstimmung zu Ende sein, würde die Gesamtheit der Abgeordneten der wiedervereinigten Staaten von Amerika, also inklusive der Süd-Staaten, gegen die Abschaffung stimmen. Lincoln ist in einer Zwickmühle: Weiteres Blutvergießen auf den Schlachtfeldern könnte ihm die Zeit verschaffen, die er braucht.
Regisseur Steven Spielberg hat einen wohltuend unspektakulären Film, was die Bebilderung angeht, inszeniert. Ein Großteil des Geschehens findet in Innenräumen statt. Er kann sich ganz auf das meisterhafte Spiel von Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis verlassen, der mehr – jedenfalls im Original – mit seiner Stimme ausdrückt als mit seiner Mimik oder Gestik. "Lincoln" ist ein Film, der den Menschen Abraham Lincoln ebenso konturiert wie den gewieften und beharrlichen Mehrheitsbeschaffer. Und es ist ein perfekter Ensemble-Film, aus dem Tommy Lee Jones als kompromissloser Kämpfer für gleiche Rechte sogar noch heraus sticht.
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