Kino-Tipp
Das Königreich Bayern im ausgehenden 19. Jahrhundert. Da steht er zwischen all den uniformierten Würdenträgern und der Regentenfamilie: Prinz Ludwig, der künftige König. Was soll er, der Schöngeist und Pazifist, unter all diesen Militaristen? Nach dem Tode seines Vaters holt König Ludwig II. von Bayern, gerade 18 Jahre alt, den verarmten Komponisten und politischen Querdenker Richard Wagner an seinen Hof. Ludwig hatte vor, die Kultur über alles zu stellen. Die Armee wollte er abschaffen und durch Orchester und Chöre ersetzen.
Die beiden Regisseure und Drehbuchautoren Peter Sehr und Marie Nölle haben ein sehr ambitioniertes Projekt umgesetzt. Und wie immer bei der Umsetzung von großen historischen Stoffen für die Leinwand stehen die Fragen nach dem "wie" und dem "was" im Vordergrund. Inhaltlich lässt der Film kaum eine Station in Ludwigs Leben aus. Der frühe Tod des Vaters, Ludwigs Verehrung der Cousine, der Kaiserbrief, der Bayern ins Deutsche Reich integrierte oder das Erbauen seiner Prunkschlösser. All das bebildert diese aufwändige Produktion mit großer Üppigkeit. Ein Motiv durchzieht den ganzen Film: Ludwigs Liebe zur Musik Richard Wagners.
"Ludwig II." ist schwülstig angelegt. Das liegt in der Natur der Sache. Einer, der die schönen Künste liebte und darüber hinaus dem Sonnenkönig "Louis XIV" in dessen Prunksucht nacheiferte, verdient auch ein angemessenes Pathos. Auf der anderen Seite zeigt der Film Ludwig als jemanden, der seiner Zeit voraus war – der die Welt mit Kunst verändern wollte und an den eigenen Ansprüchen zerbrach.
"Ludwig II." ist ein Darstellerfilm im besten Sinne des Wortes. Sabin Tambrea spielt die königliche Hauptrolle als intelligenter, sensibler und homophiler Weltverbesserer hervorragend. Edgar Selge als Wagner, Justus von Dohnányi als ergebener Freiherr von Lutz oder Samuel Finzi in der Rolle des lebenslang treuen Lakaien Mayr – sie und all die anderen ausgesucht guten Darsteller tragen den Film, geben ihm Tiefe. Mag sein, dass diese "Ludwig II."-Version etwas konventionell erscheint. Aber dagegen ist nichts einzuwenden.
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Der neue Rundfunkbeitrag
Der neue Rundfunkbeitrag löst die Rundfunkgebühr ab. Informationen zum Start 2013 hier. Mehr...
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