Kino-Tipp
No Place on Earth - Kein Platz zum Leben
Es ist kaum vorstellbar: 511 Tage in zwei Höhlen bei fast völliger Dunkelheit zu verbringen. Eines dieser unterirdischen Labyrinthe ist mit all seinen Abzweigungen insgesamt 127 Kilometer lang. Genau diese Erfahrung haben einige jüdische Familien ab Oktober 1942 im Westen der Ukraine gemacht. Nachdem deutsche Truppen etwa 1,5 Millionen ukrainische Juden in Konzentrationslager deportiert hatten, versteckten sich zunächst 28 Menschen, Männer, Frauen und Kinder in der sogenannten Verteba-Höhle.
Der New Yorker Hobby-Höhlenforscher Christopher Nicola hatte die zweite Höhle (Ozerna-Höhle) eher zufällig entdeckt und in der Grotte rätselhafte Hinterlassenschaften nach fast 70 Jahre gefunden. Die amerikanische Dokumentarfilmerin Janet Tobias spürte in Kanada und den USA Überlebende von damals auf und begab sich auf Spurensuche. "No Place on Earth" heißt ihr Film: "Kein Platz auf dieser Erde."
Die Regisseurin erfuhr Schreckliches. Im April 1943 wurde die Gruppe in ihrer Höhle von der Gestapo und ukrainischen Polizisten aufgespürt. Fünf Personen wurden verhaftet. Die meisten konnten aber über einen zuvor angelegten Fluchtweg entkommen. Neben der Befragung der Zeitzeugen, sie sitzen vor dunklen Leinwänden, hat Regisseurin Tobias in einer ähnlichen Höhle in Ungarn das Geschehen in Spielszenen mit Schauspielern nachgestellt.
Insgesamt 38 Menschen können sich in einer weiteren, der größten Höhle, verstecken. Und dort bleiben sie, unter schwierigsten Bedingungen, bis zum Einmarsch der Russen im Jahre 1944. Es ist anrührend und erschreckend, den mittlerweile über Achtzigjährigen zuzuhören. Und dennoch muss man der Regisseurin Tobias den Vorwurf machen, in "No Place on Earth" die Grenze zwischen Erzählungen und Spielszenen nicht genug getrennt zu haben. Dadurch ergeben sich oft Redundanzen, die nicht nötig gewesen wären. Die Ästhetik des Films erinnert eher an ZDF-Produktionen von Guido Knopp denn an ein Meisterwerk wie die Aufarbeitung der Judenverfolgung "Shoah" von Claude Lanzmann. Dennoch: Diese bizarre Geschichte über den unbändigen Überlebenswillen seiner Protagonisten bleibt im Kopf hängen. Man stelle sich vor: 511 Tage unter der Erde.
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