Kino-Tipp
Michel Bouquet als Pierre-Auguste Renoir
Der Film spielt während des Ersten Weltkrieges in Südfrankreich. Die junge rothaarige Andrée erscheint auf dem Anwesen an der Cotes d´Azur. Dort lebt und arbeitet der impressionistische Maler Auguste Renoir. Die verstorbene Frau des alten, von schmerzhafter Arthritis geplagten Mannes hatte sie als Modell und Muse engagiert. Auguste Renoir ist an den Rollstuhl gefesselt, seine Finger sind fast steif. Den Verlust seiner Frau kann er kaum verkraften, überdies sind zwei seiner Söhne an der Front. Der Maler lebt in einer Art Wohnkollektiv aus Dienstmädchen, ehemaligen Modellen und Geliebten. Andrée muss dieses Konstrukt aus ökonomischer, körperlicher und künstlerischer Versorgung erst noch verstehen lernen.
Der Film-Titel "Renoir" ist zumindest zweideutig. Einerseits geht es um den weltberühmten – und sich auch so gebenden – Maler Auguste. Der wird in all seiner Bestimmtheit, Störrigkeit und Dominanz, aber auch in seiner körperlichen Beschränktheit dargestellt, wunderbar gespielt von Michel Bouquet. Doch der Name "Renoir" steht eben auch für ein Weltbild, eine künstlerische Ausrichtung und Anschauung.
Der Sohn Jean Renoir ist schwer kriegsverletzt auf Genesungsurlaub. Jean, später ein Filmregisseur von gleich hohem künstlerischen Niveau und Ansehen wie sein Vater, bringt eine weitere Ebene in die Geschichte ein: Er ordnet die Kunst dem Dienst für das Vaterland unter. Genauso wie seine fragile Beziehung zur jungen Andree, dem Modell. "Renoir" ist damit kein Künstlerporträt im engeren Sinne, sondern ein Diskurs über Familie, Kunst und Gesellschaft im Kontext seiner Zeit, dem beginnenden 20. Jahrhundert.
Bei diesem wunderschön photographierten Film fällt es manchmal nicht leicht herauszufinden, wohin er das Publikum eigentlich führen will. Auguste Renoirs Malerei jedenfalls, oder gar eine Auseinandersetzung mit dem Impressionismus strebt der Film nicht an. Er verzaubert eher mit wirkungsvollen Kamera-Effekten von Natur, Landschaft und Körpern. Kritikpunkt: Vor lauter Sinnlichkeit und schönen Bildern lässt der Film eine klare Aussage vermissen
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