Kino-Tipp
Szene aus dem Politthriller "Zero Dark Thirty"
Filmstart: "Zero Dark Thirty", [3:42]
Die Leinwand ist schwarz. Wir hören verzweifelte Stimmen, ein Gewirr aus Telephonaten, Angstgeschrei und Chaos. Es ist der 11. September 2001. Die Menschen befürchten – oder wissen gar – dass sie das World Trade Center nicht mehr lebend verlassen werden. Schnitt – und wir sehen einen gefesselten, schwer zugerichteten Mann in einer Halle. Irgendwo in einer heißen Gegend dieser Welt. Daneben stehen sein Peiniger und eine vermummte Person.
Es folgen Folterszenen, inklusive "water boarding", einer Prozedur, bei der dem Opfer unablässig große Mengen Flüssigkeit in Mund und Rachen geschüttet werden. Später wird der Gefolterte in eine Kiste von der Größe eines Kindersargs gesteckt. Die Folterer sind Angehörige des amerikanischen Geheimdienstes. Sie wollen Namen. Namen von Kontaktleuten zu Osama bin Laden. Die vormals vermummte Person ist eine zierliche Frau: Maya von der CIA.
Regisseurin Kathryn Bigelow stützt sich nach eigenen Angaben in "Zero Dark Thirty" auf viele Zeugenaussagen. Auf Geheimdienstleute, die auf der jahrelangen Suche nach bin Laden wirklich dabei waren. Niemand – auch amerikanische Behörden – bestreiten die bestialischen Methoden. Der Zweck heiligt die Mittel im Kampf für die Freiheit. Eine Diskussion über Menschenrechte will dieser Film nicht anschieben. Wir schauen zu, wie die Protagonisten agieren. Allerdings: Wo Fakten enden und die Fiktion beginnt, das können wir nicht überprüfen. Maya jedenfalls, die Agentin, scheint besessen von der Suche. Sie hat kein Privatleben, keine Freunde, nur ihre Arbeit und ein Ziel.
Sechs Jahre vergehen. Eine stringente Geschichte vermittelt der Film nicht. Er erzählt von den langwierigen, akribischen, für den Zuschauer oft verwirrenden Ermittlungsarbeiten. Im Verlauf des Filmes sind die Bilder weit weniger drastisch als zu Beginn - immer auf der Suche nach neuen Verbindungsleuten. Das Geschehen findet zumeist in Büros, an Computern und in Verhörzellen statt. Zwischendurch werden Szenen der Al-Kaida-Anschläge in Madrid, London, Bali und Islamabad gezeigt. Wir werden Zeuge des komplizierten Zusammensetzens vieler Puzzle-Teile aus Vermutungen, Fakten, erpresster und gekaufter Informationen und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen.
Fast dokumentarisch, oft kalt analytisch, arbeitet "Zero Dark Thirty" auf die authentisch inszenierte Erstürmung bin Ladens Unterschlupfes hin. Dem Terroristen-Führer selbst bleibt nur die Rolle eines Komparsen. Ja, die USA ist in der Lage, gefährliche Individuen auszuschalten, will der Film offenbar beweisen. Egal, wie lange es dauert. Aber das Schlußbild sagt auch: Sieger sehen anders aus.
Schon vor seinem Kinostart erhitzte der Film in den USA die Gemüter und löste Diskussionen aus. Sind die Regisseurin und ihr Drehbuchautor zu recht den Vorwürfen ausgesetzt, die Verhör- und Foltermethoden vom Ergebnis her zu rechtfertigen? Darüber haben wir mit Sabine Müller, ARD-Korrespondentin in Washington, gesprochen.
"Zero Dark Thirty": Was ist real - was Fiktion? , [5:42]
Gespräch mit Sabine Müller, ARD Washington
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