Porträt
Manfred Hausmann, 1978
In seinen späten Lebensjahren bezeichnete sich Manfred Hausmann (1898-1986) als "Randfigur im literarischen Getriebe". Das Schwimmen gegen den Strom der Moderne und des aktuellen Literaturbetriebes war ihm längst zum Daseinszweck geworden. Dabei hatte er in den zwanziger Jahren als schriftstellerischer Trendsetter gegolten, der mit jugendbewegten Romanen wie "Lampioon" und "Abel mit der Mundharmonika" auf sich aufmerksam machte.
Nach 1945 hatte Hausmann Erfolg als christlich inspirierter "Seelentröster" der Kriegsgeneration und galt lange als mustergültiger Vertreter der "Inneren Emigration", der in ethisch integrer Haltung die Nazizeit überstanden habe. Eine selbst geschaffene Legende, die über seinen Tod im Jahr 1986 hinaus Bestand hatte.
Erst vor einigen Jahren hat der Bremer Autor Arn Strohmeyer Belege für die regimefreundliche Publizistik Hausmanns in der Zeit des Dritten Reiches präsentiert: von seiner Tätigkeit als Olympia-Kommentator 1936 bis zur Mitarbeit an Joseph Goebbels' Propaganda-Zeitschrift "Das Reich" in den Kriegsjahren.
Ein widerspruchsvolles Leben also, das gekennzeichnet war vom Gegensatz einer neoromantisch drapierten Dichterexistenz und der fatalen Bereitwilligkeit im Strom eines verhängnisvollen Zeitgeistes mitzuschwimmen.
Manfred Hausmann
Manfred Hausmann (1898-1986) zählt zu den meistgelesenen deutschen Autoren der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Heute ist er allerdings ein fast Vergessener. Berühmt wurde er durch Romane wie "Lampioon" und "Abel mit der Mundharmonika", mit denen er der Landschaft des deutschen Nordwestens literarische Denkmale gesetzt hat.
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