Porträt
Weg im Teufelsmoor bei Bremen
Das 'ambivalente' Leben des Manfred Hausmann beginnt in der nordhessischen Stadt Kassel, wo er am 10. September 1898 geboren wird. Er wächst auf im Milieu wohlsituierter Bürgerlichkeit. Sein Vater ist Fabrikant und macht ab 1906 als Leiter eines optischen Werkes Karriere in Göttingen, wohin die Familie zwei Jahre später übersiedelt. Als Schüler begeistert sich Manfred Hausmann für die Botschaft der "Wandervogel"-Bewegung, die um die Jahrhundertwende mächtig aufblüht.
Manfred Hausmann - Als ich 17 war, [33:28]
Der jugendbewegte Traum vom selbstbestimmten Leben ist beendet, als im August 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht. Die große Mehrheit der Jugendlichen macht sich freilich Illusionen. Für sie verklärt sich der Krieg zum großen Abenteuer, das Ausbruch aus der Langeweile bürgerlicher Normalität verheißt. Für den achtzehnjährigen Manfred Hausmann bedeutet die Einberufung zum Militär im März 1917 die willkommene Gelegenheit, sich vom öden Schulalltag zu verabschieden.
Die Realität des Krieges erlebt Hausmann zunächst an der Ostfront in Galizien. Dann wird er an die Westfront versetzt, wo ihn im Juli 1918 schwere Kriegsverletzungen dienstuntauglich machen. Durch Gelbkreuzgas hat er sich eine Verätzung der Bronchien zugezogen, die ihn lebenslang zum Asthmatiker macht. In Hausmanns früher Dichtung findet sich freilich auch ein ungebrochen martialischer Ton. Eine naive Kriegsbegeisterung, der er 1918 in der Ballade "Die Leuchtkugel" hymnisch Ausdruck verleiht:
Es gibt dich nicht, es gibt nur noch Dein Land.
Du bist dem Schicksal durchaus unbekannt.
Du bist nicht du mehr. Er ist nicht mehr er.
Ihr seid Soldaten und nichts andres mehr.
Und wer Soldat ist, ist ein Volk zugleich,
so arm wie keiner und wie keiner reich.
Manfred Hausmann
Manfred Hausmann (1898-1986) zählt zu den meistgelesenen deutschen Autoren der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Heute ist er allerdings ein fast Vergessener. Berühmt wurde er durch Romane wie "Lampioon" und "Abel mit der Mundharmonika", mit denen er der Landschaft des deutschen Nordwestens literarische Denkmale gesetzt hat.
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