Porträt
Feldherrnhalle und Theatinerkirche in München
Im Sommer 1919 taucht Hausmann in ein neues, faszinierendes Milieu ein. Er geht nach München, um Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik zu studieren. Freilich reizt den jungen Mann der Hörsaal weit weniger als das muntere Treiben im Künstlerviertel Schwabing. Dort sympathisiert man lustvoll mit allem, was als provokant und revolutionär gilt.
Hausmann begeistert sich für die Ziele der kurzlebigen Münchner Räterepublik, die soeben blutig niedergeschlagen worden ist. Und er lernt einen ihrer Protagonisten kennen, an dessen Hochverrats-Prozess er als Gehilfe des Strafverteidigers beteiligt ist: Ernst Toller – ehemaliger Vorsitzender des Münchner Arbeiter- und Soldatenrates und Autor expressiv-provokanter Zeitdramen.
Schließlich findet Hausmann doch noch Geschmack am akademischen Leben. Verantwortlich dafür sind die Vorlesungen des Theaterwissenschaftlers Artur Kutscher. Der ist nicht nur der originellste Kopf der Münchner Alma mater, sondern auch ein großer Förderer junger Literatur-Talente In seinen Seminaren saßen Studenten wie Bertolt Brecht und Oskar Maria Graf. Unter Kutschers Ägide gedeihen Manfred Hausmanns literarische Neigungen. Er schreibt ab 1919 Prosatexte und Rezensionen für verschiedene Zeitschriften und 1922 beendet er auch sein Studium mit der Promotion, die sich einem reichlich eigenartigen Thema widmet: "Kunstdichtung und Volksdichtung im deutschen Soldatenlied, 1914 bis 1918".
Manfred Hausmann
Manfred Hausmann (1898-1986) zählt zu den meistgelesenen deutschen Autoren der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Heute ist er allerdings ein fast Vergessener. Berühmt wurde er durch Romane wie "Lampioon" und "Abel mit der Mundharmonika", mit denen er der Landschaft des deutschen Nordwestens literarische Denkmale gesetzt hat.
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