Theater Bremen
Szene aus "Buddenbrooks"
Vorbericht zur Premiere "Buddenbrooks" - Theater Bremen, [3:37]
Die Theaterversion versucht nicht, den ganzen, vier Generationen umfassenden, 700 Seiten starken Roman abzubilden, sondern konzentriert sich auf die dritte Generation der Buddenbrooks. Die gekürzte Theaterfassung von John von Düffel verwendet durchgängig den Originaltext des berühmten Romans von Thomas Mann. Im Mittelpunkt steht das Schicksal der drei Geschwister Tony, Thomas und Christian, die jeweils auf ihre eigene Art versuchen, den Ansprüchen von Familie und Firma gerecht zu werden. Die Tochter Tony geht nach dem Wunsch des Vaters eine wirtschaftlich aussichtsreiche Ehe ein. Thomas, der älteste Sohn, übernimmt das Kontor und versucht, in die Fußstapfen des Vaters zur treten. Nur Christian, das schwarze Schaf der Familie, sucht nach einem eigenen Lebensstil.
Das Familienleben ist dem Erfolg und Erhalt der Firma untergeordnet, das Individuelle muss hinter den ökonomischen Zwängen zurücktreten – ein Widerspruch, an dem die Familie schließlich zerbricht.
An der Decke der Bühne des Kleinen Hauses am Goetheplatz hängen schwere Glocken, den Boden bedeckt ein Parkett, das sich im Laufe des Abends mehr und mehr auflöst. Die wunderschönen Kostüme – Gehrock, langes Kleid, Stehkragenhemd – verweisen auf die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Regisseur Klaus Schumacher erzählt die Geschichte der Buddenbrooks pur und schnörkellos. Die großartig agierenden Schauspieler bewegen sich häufig in einer strengen Symmetrie. Doch immer wieder wird die Anordnung durchbrochen durch brutal-aggressive oder verspielte, humorvolle Szenen.
Regisseur Klaus Schumacher interessiert vor allem die Verstrickung der drei Geschwister in die familiären Abhängigkeiten. "Das Spannendste für mich ist die Unfreiheit, in die sich die Figuren gegenseitig bringen und das bleibt immer aktuell im Umgang miteinander. Dass wir kaum in der Lage sind, uns gegenseitig freizumachen. Und das ist bei den Figuren fantastisch beschrieben und sehr heutig."
Ein Ohrenschmaus ist die Sprache. Bühnenautor John von Düffel ist es gelungen, die Sprachgewalt des Thomas Mann'schen Romans beeindruckend zu erhalten. "Zu 99 % sind das Thomas Mann-Originalzitate, ich habe versucht den Roman so zu montieren, dass er die sprachliche Höhe hält…. Im Theater braucht man verdichtete Dialoge, in denen durch poetische Kraft sehr viel auf den Punkt gebracht wird."
Der Wechsel von Dialogen, Monologen und Brieflektüren sorgt für Abwechslung. Zwar fordert der gut drei Stunden lange Theaterabend den Zuschauern einiges an Durchhaltevermögen ab, aber die Spannung wird bis zum Schluss gehalten, und der Besucher geht mit den Akteuren durch ein Wechselbad der Gefühle: Hoffnung, Verletzung, Wut, Verzweiflung. Die Fans eines klassischen Theaterabends kommen hier voll auf ihre Kosten.
Weitere Vorstellungen:
Am 2., 9., 16. und 20. Februar im Kleinen Haus des Theater Bremen.
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