Theater Bremen
Szene aus "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny"
"Mahagonny" Theater Bremen , [3:25]
Premierenbericht von Margit Ekholt
Vergessen Sie alles, was Sie bisher im Theater gesehen haben. "Mahagonny" in Bremen ist ganz anders. Der Zuschauerraum: leer. Die Stühle fehlen. Das Orchester sitzt nicht im Graben, sondern auf der Bühne. Es ist egal, wo Sie gerade stehen, denn die Akteure, die von Kameras verfolgt werden, sind überall: in den Gängen, im Foyer, in der Herrentoilette, draußen. Wenn wir nicht gerade zufällig hautnah daneben stehen, verfolgen wir Zuschauer das Geschehen über Videoleinwände. Es ist ungeheuer wuselig, denn außer den Hauptakteuren mischen sich auch die Sängerinnen und Sänger des Chores und viele weitere Statisten unter das Volk.
So erleben wir die Entstehung und das Erblühen der Stadt Mahagonny mit - eine fiktive Stadt in Nordamerika, gegründet von einer Frau und zwei Männern, die den vorbeiziehenden Goldsuchern das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Wir sind mittendrin bei dieser Riesensause mit Sekt und Tanz und mit tollen Glitzer- und Tüllkostümen. Brechts Goldgräberstadt wächst und gedeiht, bis ein mächtiger Taifun den Ort zerstört. Danach treiben die Überlebenden des Sturms die Haltlosigkeit auf die Spitze. Sie fressen, saufen und lieben sich zu Tode. Diesen zweiten Teil des Stückes erleben wir im unbestuhlten Theatersaal mit, wo wir auf dem Fußboden oder auf niedrigen Hockern Platz nehmen und sogar mitsingen dürfen. Die Akteure sind wieder mitten unter uns.
Die Zuschauer sind Mitbewohner der Stadt Mahagonny. Diese Idee hatte der 1977 in Köln geborene, neue künstlerische Leiter der Musiksparte und Hausregisseur am Theater Bremen, Benedikt von Peter. Man ist hautnah dran, und fühlt und denkt dadurch viel direkter als im gepolsterten Theaterstuhl. Untersucht wird in dem klug gebauten Stück, welche Werte neben dem Geld noch von Belang sind und wie wir als Gemeinschaft leben wollen.
Wer sich allerdings ganz auf die Schönheit der Weillschen Musik – diesen tollen Mix aus Oper und Revue – konzentrieren will, der wird es bei dieser Inszenierung schwer haben, weil einfach zu viel los ist. Großes Kompliment an die Solisten, die Philharmoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus Poschner und die vielen anderen Mitwirkenden, die in diesem ungewöhnlichen Spektakel Qualität bewiesen haben. Eine Inszenierung, die man gesehen haben sollte. Die Zuschauer dankten mit langem Applaus und Bravorufen.
Alles anders im Theater Bremen, [4:04]
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