Oldenburgisches Staatstheater
Mit über 70 schrieb Guiseppe Verdi seine Oper "Otello", eine stark veränderte Adaption des shakespearschen Dramas "Othello". Schon bei der Uraufführung 1887 in der Mailänder Scala wurde das Werk als großer Triumph gefeiert. Nun kommt Verdis Erfolgsstück wieder einmal am Oldenburgischen Staatstheater auf die Bühne.
Luis Chapa als Otello
Die Oper beginnt mit druckvoller, klangvoller Musik vom ersten Moment an. Verdis "Otello" wird bei der Heimkehr nach Zypern als siegreicher Kriegsheld gefeiert. Das klassische Eifersuchtsdrama entwickelt sich unaufhaltsam. Jago ist der Bösewicht, der Otello eine ausgebliebene Beförderung übelnimmt. Er will Rache. Seine Intrige lässt aus der vermeintlich unsterblichen Liebe zwischen Otello und Desdemona eine blutige Tragödie werden."Sie beschwören Ende des ersten Aktes ihre unglaublich große Liebe und das ist dann die Fallhöhe, um die es geht", sagt der Regisseur.
Niklaus Helbling hat Verdis "Otello" inszeniert. Er ist dem Publikum des Oldenburgischen Staatstheaters in bester Erinnerung, hat er doch in der vergangenen Spielzeit die "Zauberflöte" zu einem wahren Hit gemacht. Statt geplanter 14 Aufführungen wurde sie satte 41 mal vor ausverkauftem Haus gespielt. Für Niklaus Helbling, der eigentlich Schauspielregisseur ist und bisher ausschließlich in Oldenburg Ausflüge ins Opernfach unternimmt, ist Verdi zumindest musikalisch etwas ganz Neues. "Jetzt kommt also die nächste Steigerung: Doppelte Chorstärke, große Musik, keine Strophenabfolgen mehr, keine Trennung in Sprechszenen und Arien", sagt Helbling. Alles sei durchkomponiert und keine Linie wiederhole sich. "Da bin ich auch noch einmal ordentlich ins Schwitzen gekommen", so Helbling.
Helbling begreift Verdis "Otello" trotz der unüberhörbaren Massenszenen eigentlich als Kammerspiel. Die spannendste Beziehung darin ist für ihn weniger die des Liebespaares, sondern vielmehr die zwischen dem Helden Otello und dem Intriganten Jago. So ist auch das Bühnenbild konzipiert: Der Regisseur gab bei Bühnenbildner Jürgen Höth einen Barber-Shop, einen Männersalon, sozusagen einen intimen Männer-Raum in Auftrag. "Ich wollte einen Raum haben, in dem das glaubhaft ist, wie Jago sich Otello nähert und anfängt an seinen Gefühlen herumzuschrauben", sagt Helbling.
"Otello" hat eine mitreißende Handlung. Mit Niklaus Helbling als Regisseur, Generalmusikdirektor Roger Epple am Pult, einem großen Chor auf der Bühne und der ersten Garde der Gesangssolisten kann Verdis "Otello" durchaus einer der Höhepunkte der Spielzeit am Oldenburgischen Staatstheater werden. Die Oper von Giuseppe Verdi hat am 17. Januar 2013 am Oldenburgischen Staatstheater Premiere.
Premiere "Otello" am Oldenburgischen Staatstheater, [3:42]
Ein Bericht von Gerhard Snitjer
Homepage: Oldenburgisches Staatstheater
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