Theater Bremen
Proben zum Stück "Der perfekte Mensch".
Der perfekte Mensch ist Mitte bis Ende zwanzig, trägt Jeans, T-Shirt und Turnschuhe und geht dem Zuschauer mit seinem Schönheitswahn anfangs gehörig auf die Nerven. Verkörpert wird er von vier jungen Frauen und Männern gleichzeitig. Eine rappelt wie aufgezogen alle Parfümnamen dieser Welt herunter. Ein anderer reißt Fotos aus einer Männermodezeitschrift und nimmt dann mit unbewegter Miene die Posen seiner Modell-Vorbilder ein. Die dritte wiederum spielt verzückt mit Sprühnebel, den sie aus einer Deo-Flasche in die Luft schießt, bis schließlich dem geballten Narzissmus mit gewaltigem Getöse ein Ende bereitet wird. Ein Laubstaubsauger vertilgt silberne Blätter vom Bühnenboden.
Ausgangspunkt für die Inszenierung "Der perfekte Mensch" war der gleichnamige Kurzfilm des Dänen Jörgen Leth aus dem Jahr 1967, der einen ironisch distanzierten fast anthropologischen Blick auf ein junges Paar bei banalen Alltags-Verrichtungen wirft. Die Frage nach Perfektion trieb auch Jung-Regisseur Alexander Giesche um. Nach einem Jahr ist nun eine Abfolge von Episoden und Bildern entstanden, die Möglichkeiten und Zwänge alltäglicher Selbstinszenierung aufzeigen und ad absurdum führen.
Die Selbstbespiegelung des modernen Menschen spielt sich auf der ansonsten leeren Bühne zwischen drei Meter hohen Spiegelwänden ab. Die sind von einer Seite transparent und stehen auf Rädern. Immer wieder werden sie von den Akteuren zu neuen Räumen verschoben. So bleibt die Bühne im ständigen Fluss, die Zuschauer erblicken sich manches Mal selbst und sehen die Darsteller oft fünf- und sechsfach. Die Schauspieler kommunizieren nicht miteinander sondern ausschließlich mit ihrem eigenen Spiegelbild.
Sich selbst verwirklichen – das will der 'perfekte Mensch', gerät dabei allerdings in bemitleidenswerte Zustände. Er kreist um sich selbst auf kleinen Drehscheiben, die im Bühnenboden eingelassen sind und bemüht sich vergeblich, dabei eine gute Figur abzugeben.
Alexander Giesche hat sich mit Videokunst einen Namen gemacht. Die wird hier sparsam aber gekonnt eingesetzt, wenn auf einem weißen Teppich Bilder von liegenden Personen installiert werden, die die Schauspieler animieren, sich dazu zu gesellen, zu einem Symbol für das zerstückelte Ich. Alexander Giesche will mit seinen assoziativen Bilder Fragen aufwerfen, aber keine Antworten geben. Auch er selbst hält sich bei der Frage nach dem perfekten Menschen bedeckt.
Premiere: Der perfekte Mensch , [3:31]
Vorbericht von Christine Gorny
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