Theater Bremen
Am 15. September 2013 startet das Theater Bremen in seine neue Spielzeit. Es wird die zweite Saison unter dem Intendanten Michael Börgerding sein. Dieser unterstrich nochmals seine Ansicht, dass man zwei bis drei Jahre brauche, um irgendwo anzukommen. Es dauere, sich besser kennenzulernen, sagte Börgerding auch mit Blick auf das Publikum. Bis Ende März des laufenden Jahres sind rund 100.000 Besucher im Theater gewesen.
Die Inzenierung "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" war ein Höhepunkt der ersten Spielzeit des Intendanten Michael Börgerding.
Die Oper "Der fliegende Holländer" eröffnet die nächste Spielzeit im Theater am Goetheplatz. Das Wagner-Werk wird von Sebastian Baumgarten inszeniert. Börgerding stellte den neuen Spielplan sichtlich entspannt der Öffentlichkeit vor: 32 Premieren, darunter einige Uraufführungen, umfasst das Angebot. Es sei das, was "ein Intendant am liebsten macht – Pläne vorstellen", sagte er am 19. April 2013 vor der Presse. Mit "La Traviata" und "La Boheme" stehen zwei weitere Opern-Klassiker auf dem Programm, jeweils von Benedikt von Peter – dem Leiter der Musiktheater-Sparte – inszeniert, der bereits bei "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" Regie führte.
Theater Bremen stellt Spielzeit 2013/14 vor, [4:43]
Gespräch mit Lore Kleinert
Zwei Höhepunkte bietet das Musiktheater – jenseits der Opernwelt: In "Last Night of the Proms" widmet sich Regisseurin Christiane Pohle der Tradition der berühmten britischen Promenaden-Konzerte, natürlich zur Musik von Edward Elgar und Benjamin Britten. Ein "Abend über Glanz und Gloria", sagte der Intendant und verwies auf eine Zeitungsschlagzeile zu seinem Antritt in Bremen im Sommer 2012, die ein "Ende von Glanz und Gloria" ankündigte. Börgerding hofft, dass am Ende des Abends auch gesungen wird, so wie in der Royal Albert Hall in London.
Michael Börgerding macht seine Aufgabe in Bremen sichtlich Freude.
Zum Ende der Spielzeit, im Frühsommer 2014, treffen sich dann Sänger, Tänzer, Musiker und Schauspieler zu einer Neuinszenierung des Klassikers "Hair", einem Musical-Meilenstein der Popgeschichte der 1960er Jahre. Börgerding sagte, kaum ein Musical passe so gut in diese Stadt wie "Hair".
Börgerding hatte das Theater nach dem vorzeitigem Weggang seines Vorgängers Hans-Joachim Frey und einer Übergangszeit ohne Intendanz im Sommer 2012 übernommen. Er sagte auf die Frage, wie schwierig es gewesen sei, das in den Jahren nach der "Ära Pierwoß" verwirrte Bremer Publikum wieder für das Theater zu begeistern, dass die Bremer schon genau wüssten, was sie wollen – und dass besonders auch die Einführungen und die Publikumsgespräche großen Zulauf hätten. Aber es gebe einen gemeinsamen Geist im Haus, das hinter dem Spielplan stehe, so Börgerding. Dieser verändere sich natürlich auch von Spielzeit zu Spielzeit.
Im Schauspiel folgt mit "Tod-krank.Doc" eine weitere Uraufführung der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die diesen Text ursprünglich für Christoph Schlingensief geschrieben hatte, als dieser bereits schwer krank war. Die Jellinek-Uraufführung aus der laufenden Spielzeit, "Aber sicher!", wird wegen großer Resonanz wieder aufgenommen, sagte Börgerding, der das Stück als "schwierigen Abend" bezeichnete. Kulturstaatsrätin Emigholz hatte zuvor bereits gesagt: "Es ist gut, dass wir wieder ein Repertoire haben", und spielte damit auf die Zeit des "Ensuite"-Spielplans unter Intendant Frey an. Ebenfalls geplant ist ein Projekt, "Faust 1 bis 3", das mit "Faustin and out" einen weiteren, bereits bekannten, Jelinek-Text nutzt. Außerdem wird in dem Projekt "Die Bremer Straßenoper" eine Idee umgesetzt, die bereits vor längerer Zeit von Börgerding skizziert wurde. Ein Abend soll sich Leonhard Cohen widmen, Arbeitstitel: "I'm your man".
Samir Akika, von Pina Bausch entdeckter Leiter des Bremer Tanzensembles "Unsual Symptoms", bereitet für die kommende Spielzeit drei neue Stücke vor. Dabei wird Akikas Affinität zum Film auch wieder eine Rolle spielen. Das Moks-Theater widmet sich unter anderem dem umstrittenen Jugendbuch "Nichts. Was im Leben wichtig ist".
Was gibts für junge Menschen in der nächsten Spielzeit, [2:23]
Das Theater Bremen 2013/14
Akika wird für sein Projekt "Symptom Tanz" mit Schülern des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Huchting arbeiten. Die Jungen Akteure planen, zum Ende der kommenden Spielzeit ihr Domizil im Brauhauskeller zu verlassen und mit Jugendlichen in Gröpelingen Theater zu machen – Arbeitstitel: "Homezone". Börgerding bedauerte, dass die Jungen Akteure nach wie vor nicht ausreichend finanziert seien, man sich aber in vielversprechenden Gesprächen befände.
Der kaufmännische Geschäftsführer Michael Helmbold prognostizierte ein Minus von rund 400.000 Euro zum Ende der laufenden Spielzeit und schätze die Zahl der Besucher bis dahin auf rund 140.000 – man habe das selbstgesteckte, ambitionierte Ziel nicht ganz erreicht, so Helmbold weiter. Ein Ziel, das offenbar deutlich über dieser Zahl gelegen hatte. Den erwarteten Differenzbetrag werde man aber intern auffangen, so Pressesprecher Frank Schümann auf Nachfrage von Radio Bremen, unter anderem, indem Produktionen verschoben werden.
Das Theater am Gotheplatz gibt es jetzt seit 100 Jahren. Es wurde 1913 als Schauspielhaus in Bremen eröffnet.
In der neuen Spielzeit will man mit insgesamt 610 Vorstellungen 165.000 Euro Gäste zählen und 2,35 Millionen Euro einnehmen, so Helmbold. Das Theater Bremen hat einen Kontrakt mit der Stadt, die einen jährlichen Zuschuss von 26 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren vorsieht. Neben den vorhandenen Angeboten und den Möglichkeiten, mit entsprechendem Ausweis zu ermäßigten Preisen ins Theater gehen zu können, komme ab September 2013 eine weitere hinzu, so Helmbold – für alle Menschen, die durch das "Ermäßigungsraster" fallen, sagte er.
Spielzeitvorschau 2013/14
Website des Theaters Bremen
Kulturstaatsrätin Emigholz zeigte sich froh, dass man sich wieder über Kunst auseinandersetze, das mache Theater aus. Für Intendant Börgerding könnte die kommende, zweite Spielzeit unter der Überschrift "den Ort zu finden, an dem man leben kann, gemeinsam leben kann – und wie schwer das ist" stehen. Insgesamt 32 Premieren in den vier Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Kinder/Jugendtheater sind bis zum Sommer 2014 geplant.
Zwischen "grässlich" und "hochspannend"
Intendant Börgerding sieht viele Höhepunkte
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