Lale Andersen
Lale Andersen war die kühle Blonde aus dem Norden. Weltberühmt wurde sie mit dem Lied "Lili Marleen". Seit 1999 trägt der Kulturpreis ihren Namen. Die Sängerin und Schauspielerin Lale Andersen wurde im Bremerhavener Stadtteil Lehe geboren. Mit ihren Schlagern über Seefahrerromantik, Hafenszenen und die Sehnsucht der Matrosen eroberte Lale Andersen ein Millionenpublikum.
Lale Andersen 1970 in Bremerhaven
1941 wurde sie über Nacht mit dem "Lied eines jungen Wachpostens" berühmt - als Lili Marleen. Als der deutsche Soldatensender Belgrad diesen Titel zum ersten Mal ausstrahlt, trifft die unheroische, sentimentale Ballade die Herzen der Soldaten aller Nationalitäten an allen Fronten. Das Lied wird zur inoffiziellen Antikriegs-Hymne. Wenn es allabendlich zum Sendeschluss erklingt, schweigen die Waffen.
Als Lise-Lotte Helene Berta Bunnenberg wird sie 1905 in Bremerhaven an der Nordsee geboren. Kein Name, mit dem man Weltstar werden kann. Die Mutter ist Hausfrau, der Vater fährt als Schiffssteward zur See. Als Liselotte Wilke hat sie Erfolg mit Matrosenliedern, aber auch mit Texten von Ringelnatz, Tucholsky und Brecht. Sie erobert als Nachwuchskünstlerin Kabarettbühnen in ganz Deutschland.
Sie legt sich den Künstlernamen Lale Andersen zu, als Hitler in Deutschland die Macht ergriffen hatte. Mit jüdischen Künstlerfreunden bleibt sie in Kontakt. Das wird ihr zum Verhängnis. 1942 erhält Lale Andersen Auftrittsverbot. Sie wird unter Hausarrest gestellt. Man droht ihr, sie ins KZ zu bringen. In ihrer Verzweiflung will sie mit einer Überdosis Schlaftabletten Selbstmord begehen. Sie wird gerettet und flieht auf die Nordseeinsel Langeoog, die zu ihrer zweiten Heimat wird.
Mit dem Lied "Ein Schiff wird kommen" gelingt ihr 1959 noch einmal ein Riesenhit. Lale Andersen macht Tourneen rund um die ganze Welt. Als "The Original Singer of Lili Marleen" wird sie überall begeistert empfangen. Dass sie an einer unheilbaren Leberinfektion leidet, verdrängt sie lange. Immer öfter braucht sie Blutkonserven, um am Leben zu bleiben. Schließlich schreibt sie ihre Lebensgeschichte auf. Dass das Buch ein Bestseller wird, sollte sie nicht mehr erleben. Am 29. August 1972 stirbt Lale Andersen in Wien auf einer Lesereise.
Der Lale-Andersen-Preis wird alle zwei Jahre an Künstlerinnen und Künstler des Genres "Gehobene Unterhaltungsmusik" vergeben. Die Preissumme beträgt 5.000 Euro. Eine Neuerung gibt es seit 2012: Die Gewinner des Preises geben das Geld an einen Künstler ihrer Wahl weiter - den Lale-Andersen-Förderpreis.
Der Lale-Andersen-Preis wurde bisher an folgende Personen verliehen:
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