Literarische Woche Bremen
Vom 18. Januar bis 2. Februar 2013 findet die Literarische Woche Bremen statt. Das diesjährige Thema lautet "Gier und Gefühl". Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe mit einer Lesung des Psychoanalytikers Tilmann Moser. Im Zentrum der Literarischen Woche wird auch der Bremer Literaturpreis an Wolf Haas und Andreas Stichmann verliehen.
Die Literarische Woche Bremen findet vom 18. Januar bis 2. Februar 2013 statt
Die Veranstalter der Literarischen Woche Bremen schlagen einen großen Bogen. In diesem Jahr sind Autorinnen und Autoren, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Finanzkrise befassen, eingeladen. Lars Brandt erzählt in seinem Roman "Alles Zirkus" von einem Ehepaar, das in die Krise gerät, während Kristof Magnusson in "Das war ich nicht" genüsslich das ewige "Kaufen und Verkaufen" der Finanzhaie zerlegt.
Von der Hochfinanz und dem internationalen Verbrechen bis hin zu den so genannten "kleinen Fischen". Von den finanziellen Gewinnern bis hinunter zu den Verlierern des riskanten Spiels mit dem Geld: In dieser Literarischen Woche sollen "Gier und Gefühl" auf vielen Ebenen durchleuchtet werden.
Die Geschäftsführerin der Stadtbibliothek Bremen, Barbara Lison, sagt, dass sich die Menschen auch auf andere Art mit der Finanzkrise befassen sollen, als nur mit der Frage, wie man die Banken organisieren oder Staatshaushalte einkürzen solle. Die Spiegelung der Finanzkrise zeige, dass es sich um zutiefst menschliche Themen handele. "Und Literaten greifen diese menschlichen Themen immer auf, sie liegen quasi in der Luft. Und wir wollen zeigen, wie dieses Thema literarisch, künstlerisch und damit auch auf eine andere Art als in den reinen Medien dargestellt wird", so Lison.
Anders als in den Medien, spielen Ironie und Sarkasmus in der Literatur zur Finanzkrise eine wichtige Rolle. Das zeigen die Romane der eingeladenen Autoren wie Kristof Magnusson und Peter Rosei. Dessen Buch trägt den konsequenten Titel "Geld!" mit Ausrufezeichen. Vielleicht ist die beste Art, dem Schrecken zu begegnen,das Auslachen. Literaten, Wissenschaftler und Künstler führen in dieser Literarischen Woche vor Augen, dass der Betrug überall ist, und jeder von uns direkt oder indirekt beteiligt ist.
Gier und Gefühl, [3:34]
Die Literarische Woche Bremen beginnt
Auch Tilmann Moser konnte der Verlockung des Geldes nicht widerstehen. In seiner Freiburger Praxis kümmert er sich um die seelischen Nöte seiner Patienten, in seinem neuen Buch legt der Psychoanalytiker die ganze Gesellschaft auf die Couch. In "Geld, Gier und Betrug" analysiert er die Veränderungen des Finanzsystems der letzen Jahre und beschreibt seine persönlichen Erfahrungen mit Banken und Börsen.
Auch Moser hat bereits Geld auf einer Schweizer Bank angelegt, erzählt er im Gespräch mit Elke Schlinsog.
"Da hat mir der sehr nette freundliche, wamherzige Betreuer in der Deutschen Bank, gesagt, ob ich nicht einen Teil meines Geldes in die Schweiz verlagern will". Das sei Beihilfe zur Steuerhinterziehung gewesen. Später habe er Angst bekommen und das Geld gemeldet. "Da war natürlich auch meine Gier am Werk", resümiert Moser. Inzwischen hat er Strafgebühren gezahlt und sein Geld aus der Schweiz nach Deutschland zurück geholt.
Tilmann Moser eröffnet die Literarische Woche Bremen, [11:52]
Moser beschreibt sich selbst nicht allzu ehrgeizigen Lehrling in Sachen Geld. Erst im Zuge der Steuerhinterziehungsgeschichte und der Bankenkrise, habe es bei ihm gedämmert. "Die Gewissensschärfung kam, als ich das Ausmaß des Betrugs kapiert habe", so Moser. Und dabei meint er nicht nur den Betrug der Banken und bei der Steuer.
Er meint auch den Betrug der Lebensmittelindustrie bei falschen Angaben auf Etiketten oder Kartellabsprachen von Wirtschaftsunternehmen. "Da wurde ich aufmerksam, was ich das 'System Betrug' nenne".
Dass es es eine allgemeine Senkung der gesellschaftlichen Moral geben könne, habe ihn "betrübt gemacht, sagt Tilmann Moser. Er nehme an, dass die Betrugsmöglichkeiten durch die Computerwelt, das Tempo der Vorgänge, und durch die Tatsache, dass man die Opfer nicht mehr sehe, gestiegen sind. "Ein Klick genügt, um zehntausende Menschen übers Ohr zu hauen", sagt Moser. Sein Buch stellt Tilmann Moser in der Auftaktveranstaltung der Literarischen Woche in Bremen vor. Der Psychoanalytiker liest am 18. Januar 2013 um 19 Uhr in der Bremer Stadtbibliothek am Wall.
Zu Gast in der Gesprächszeit:
Tilmann Moser, Psychoanalytiker und Buchautor, [37:41]
Österreicher Wolf Haas ausgezeichnet
Förderpreis für Andreas Stichmann für "Das große Leuchten"
Homepage Literarische Woche
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