Zukunft des Museums Weserburg
Der Stiftungsrat entscheidet demnächst über die Zukunft des Bremer Museums "Weserburg". Schon seit über einem Jahr wird diskutiert, wie es mit dem chronisch unterfinanzierten Museum für Moderne Kunst weitergeht. Sanierung oder Neubau? Nach Radio-Bremen-Informationen gibt es Pläne, mit dem Museum in die Überseestadt umzuziehen. Am Freitag wurden dem Stiftungsrat des Museums zwei Entwürfe vorgestellt.
Video: Zieht die Weserburg in die Überseestadt?
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Am 24. Oktober 2012 erfuhr der Freundeskreis des Museums von einer möglichen Neubaualternative in der Bremer Überseestadt. Tatsächlich liegt nach Informationen von Radio Bremen ein Modell des Berliner Architekten Arno Brandlhuber vor, der ein kreisrundes Ausstellungsgebäude entworfen hat. Entstehen könnte das neue Museum auf dem Gelände der Immobilienfirma Siedentopf an der Weser in unmittelbarer Nähe zum Jahntower und der Schlachte. Die Kosten des möglichen Neubaus werden auf bis zu 14 Millionen Euro geschätzt.
Gespräch mit Radio-Bremen-Redakteur Thorsten Jantschek, [6:21]
25. Oktober 2012, Nordwestradio
Die Anforderungen an moderne Museen, gerade wenn sie auf die Leihgaben von Sammlern angewiesen sind, haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Vor allem müssen die klimatischen Bedingungen stimmen. In das verschachtelte Gebäude auf dem Teerhof in Bremen eine Klimaanlage einzubauen, ist mit deutlich mehr Kosten verbunden als in einer großen Ausstellungshalle für angemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Zudem müsste das Gebäude neu und besucherfreundlich erschlossen werden. Die dabei entstehenden Kosten stellen sich, wie bei Sanierungskonzepten immer, erst im Laufe der Arbeiten endgültig heraus. Auch hier ist ein gut durchgerechneter Neubau effizienter planbar. Lange Schließzeiten und räumliche Interimslösungen wären während der Sanierung vermeidbar. Die größte Gefahr eines Neubaus ist aber, dass die Planungen zu knapp bemessen werden wie beim Bau der Elbphilharmonie in Hamburg.
Gerade in der angespannten Haushaltslage Bremens klingt ein Neubauprojekt geradezu bizarr. Andererseits könnte der Stadt auch ein kulturpolitischer Coup gelingen. Denn den größten Teil der Kosten – schätzungsweise acht bis neun Millionen Euro – kann das Museum selbst aufbringen. 8,5 Millionen Euro brachte allein die Versteigerung eines Gemäldes von Gerhard Richter und eines Gemäldes von Franz Gertsch ein. Davon stehen 6,4 Millionen Euro für die Baumaßnahmen zur Verfügung, erklärt Klaus Sondergeld vom Sitftungsrat der Weserburg. Hinzu käme noch Geld aus dem Verkauf des Teerhof-Grundstücks. Das reicht dann vielleicht immer noch nicht, aber möglicherweise schließen Sponsoren die Finanzierungslücke.
Ein Vorteil des Neubaus ist die reduzierte Ausstellungsfläche und damit verbunden geringere Unterhaltskosten. Zudem ist die Weserburg auf dem Teerhof mit ihrer Struktur eines klassischen Speichergebäudes in Deckenhöhe und Raumordnung nur bedingt geeignet für die Präsentation oft raumgreifender moderner Kunst. Ein neues, variabel bespielbares Haus könnte hier zu einem kulturpolitischen Vorzeigestück werden. Zumal das Grundstück von der Bremer Immobilienfirma "Siedentopf" nach Aussagen des Architekten Arno Brandlhuber dem Museum kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
Wenn allerdings die Kosten aus dem Ruder laufen, dann könnte sich die Stadt ein kulturpolitisches Eigentor schießen.
Der Entwurf für den Neubau stammt vom Berliner Architekten Arno Brandlhuber. Weil die Sanierung des Altbaus genauso viel kosten würde wie der Neubau, glaubt er, "dass alle gut beraten wären, wenn sie diese Chance wahrnehmen." Er hat ein Gebäude entworfen, das wie ein auf einer Glashalle gelandetes Ufo aussieht, kreisrund, mit einer sehr offenen Eingangssituation und nur mit Rolltreppen nach oben erschlossen. Brandlhuber gilt als der vielleicht bedeutendste deutsche Architekt seiner Generation. Ihn hat Radio-Bremen-Redakteur Thorsten Jantschek in Berlin getroffen und mit ihm erstmals öffentlich über seinen Entwurf gesprochen. Seine erste Frage: Was es für ein Sammlermuseum wie die Weserburg architektonisch zu beachten gilt?
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