11. Mai 2013, 15:36 Uhr
Friedliche Demonstration
Proteste gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten in Kirchweyhe (Landkreis Diepholz) sind friedlich geblieben. Rund 600 Menschen demonstrierten gegen die Partei "Die Rechte". Die Polizei hielt beide Gruppen getrennt. Gut 50 Anhänger der Partei "Die Rechte" marschierten durch die Straßen des Ortes.
Die Rechten fordern, dass der Bahnhofsplatz nach einem Gewaltopfer benannt wird. Gegen den Missbrauch des Vorfalls für rechtsextreme Propaganda demonstrieren Bürger aus der Gemeinde Weyhe und der Umgebung. Ein großes Polizeiaufgebot hinderte die beiden Gruppen daran, direkt aufeinander zu stoßen. Die Beamten lösten kleinere Sitzblockaden auf. Wegen der Gegendemonstration verzögerte sich der Marsch. Einige linke Aktivisten hielten die Rechtsextremisten zu Beginn mit einer Sitzblockade eine Weile lang auf. Polizisten trugen sie von der Straße. Zu gewaltsamen Ausschreitungen kam es nicht. Die Rechten kündigten weitere Aktionen in Kirchweyhe an.
Als die Rechtsextremisten in Kirchweyhe ankamen, wurden sie von etwa 100 Gegendemonstranten erwartet. Zunächst hatte die Polizei die beiden Gruppen auf dem Bahnhsteig voneinander ferngehalten. Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Bremen und Osnabrück war vorübergehend unterbrochen. Anschließend durften Züge den Bahnhofsbereich nur im Schritttempo passieren. Die Polizei eskortierte die Gruppe Rechtsextremer über die Gleise zu einem Parkplatz. Dort wurden sie durchsucht. Die Stimmung war gespannt. Es blieb aber bei lauten "Nazis raus"-Rufen.
Video: Laute "Nazis raus"-Rufe waren von den Weyer Bürgern zu hören.
Einstellungen, Infos und Kommentare
Frank Lemmermann, Bürgermeister von Weyhe, sagte, dass ihm ein friedlicher Protest wichtig sei. "Weyhe ist bunt, nicht braun", so Lemmermann weiter. Unter diesem Motto setzten sich Gemeinderat und Bürger gegen "Die Rechte" ein.
Rechtsextreme wollen Fall politisch ausschlachten
Vor dem Bahnhof in Kirchweyhe war im März 2013 der 25-jährige Daniel S. zusammengeschlagen worden. Offenbar hatte er zuvor versucht, einen Streit zu schlichten. Der 25-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er wenig später an den Folgen in einem Bremer Krankenhaus starb. Ein 20-jähriger Jugendlicher mit türkischen Wurzeln sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Rechtsextreme versuchen seither, den Fall politisch auszuschlachten. Bei mehreren friedlichen Mahnwachen brachten im März Tausende Bürger ihre Trauer um das Opfer zum Ausdruck. Zugleich wollten sie ein Zeichen gegen Rechts setzen. "Die Rechtsextremisten missbrauchen den Tod des jungen Mannes für Propagandazwecke", unterstrich der Moderator des örtlichen Runden Tisches gegen Rechts und für Integration, der evangelische Pastor Holger Tietz.
Rechtsradikale und Gegendemonstranten in Weyhe, [3:03]
Gespräch mit Radio Bremen-Reporter Sven Weingärtner
Der Tod eines jungen Mannes aus Weyhe und die Folgen
Hetze, Vorurteile, Netzkampagnen: Ein Ort kämpft um Normalität
Erhitzte Debatte im Netz
Blog-Eintrag von Bestsellerautor Pirinçci
Angst vor Generalverdacht und Rache
Bericht über Türken in Kirchweyhe
tagesschau.de
EU hebt Waffenembargo gegen Syrien auf
buten un binnen um 6
Bauer erwarten Einbußen bei der Spargel-Ernte +++ Bremerhaven setzt Änderungen im Baugesetz um +++ Senioren-Tischtennis-Teams kämpfen in Bremen um EM-Titel
buten un binnen um 6 vom 27. Mai
Wetter
Nebel, 8,7° C
Mehr...
Verkehr
Folgende Störungen sind uns gemeldet: A1, A270. Mehr...
Zu Lande, zu Wasser, in der Luft
Meldungen zu aktuellen Themen rund um den Bahn-, Flug und Straßenverkehr in der Region Bremen/Bremerhaven. Mehr...
Unsere Nachrichten Bei Twitter, Facebook & Co.
Sie finden Radio-Bremen-Nachrichten nicht nur hier auf radiobremen.de, sondern auch bei Twitter, Facebook, Google Plus und Youtube. Hier eine Übersicht. Mehr...
Rückschau: 90 Tage Nachrichten
Rubriken
Jetzt läuft
Nächste Nachrichtensendungen
| 05:03 Uhr | Bremen Eins |
buten un binnen
buten un binnen ist das journalistische Magazin aus der Region und für die Region.
Mo. - So., 19:30 - 20 Uhr | RB TV
buten un binnen um 6 ist die Kompaktausgabe des Magazins.
Mo. - Fr., 18 - 18:10 Uhr | RBTV Mehr...
radiobremen.de nun auch mobil
Seit dem 25. Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. 40 Prozent der Bundesbürger haben inzwischen ein Smartphone oder Tablet und über die Hälfte der Internetnutzer greifen mobil auf das Web zu. Aus diesem Grund war es ein Gebot der Stunde, unseren Online-Auftritt diesen veränderten Nutzungsgewohnheiten anzupassen und eine mobile Version an den Start zu bringen. Mehr...
Suche
Durchsuchen Sie den Bereich Nachrichten nach Ihrem Stichwort:
Jetzt auf radiobremen.de
Werder Bremen: Neuer Trainer Dutt wird heute vorgestellt
Streit um Beratungsstelle: SPD-Fraktionschef will Rat und Tat-Zentrum erhalten
Gesetzesinitiative aus Bremerhaven: Hauseigentümer müssen Schrottimmobilien abreißen
Böhrnsens Türkei-Reise: "Wichtig, sich mal sehen zu lassen"