9. November 2012, 14:49 Uhr
Mahnmal am Schnoor
Rund 150 Menschen haben am Freitagmittag in Bremen an einer Gedenkfeier für die Opfer der Reichspogromnacht teilgenommen. Zu der Veranstaltung beim Landherrnamt am Rande des Schnoor-Viertels hatten die Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft eingeladen. Vor 74 Jahren wurden unter der Nazi-Herrschaft im ganzen Land Juden ermordet, deren Geschäfte geplündert und Synagogen in Brand gesetzt.
Mahnmal im Gedenken an die fünf ermordeten Bremer am Rande des Schnoor-Viertels.
Hauptredner auf der Veranstaltung war Thomas Geve. Der inzwischen 83-jährige wurde als Kind von den Nazis ins Konzentrationslager Auschwitz und von dort nach Buchenwald verschleppt. Er forderte in einer bewegenden Rede die Anwesenden auf, das Gedenken an die Opfer der Nazi-Herrschaft aufrecht zu erhalten. Der Fraktionschef der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft, Matthias Güldner, sprach von Verbrechen, die bis heute jede Vorstellungskraft übersteigen. Güldner nahm auch Bezug auf die Taten der rechtsextremen Terrorzelle "NSU". "Dass es Neonazis offenbar über viele Jahre möglich war in Deutschland unerkannt zu morden, ist unerträglich", sagte der Politiker. Nach der Veranstaltung legten alle Fraktionsvorsitzenden einen Kranz am Mahnmal für die Bremer Opfer der Reichspogromnacht nieder.
In Bremen wurden in der Reichspogromnacht fünf Menschen ermordet, etwa 160 jüdische Männer wurden zunächst ins Gefängnis und später in ein Konzentrationslager gebracht. Die Nazis brannten die Synagoge im Bremer Schnoor komplett nieder. Außerdem wurden auch in Bremen und Bremerhaven viele Geschäfte jüdischer Inhaber geplündert und zerstört.
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