12. Juli 2012, 14:52 Uhr
Bundesweite Statistik
Das klassische Arbeitslosengeld verliert nach einer Untersuchung der Arbeitnehmerkammer Bremen bundesweit an Bedeutung. Nur noch 28 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland erhalten Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, sagte der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Ingo Schierenbeck, am Donnerstag. Im Land Bremen seien es sogar nur 18 Prozent.
Immer mehr arbeitslose Menschen müssen von "Hartz IV" überleben.
"Immer mehr Menschen landen direkt aus dem Job in Hartz IV." Das bedeute, dass Beschäftigte zwar Beiträge zahlen, ohne bei Arbeitslosigkeit auch Leistungen zu erhalten, sagte Schierenbeck. Schuld daran seien die die seit Anfang 2006 geltenden Hartz-IV-Gesetze, die den Leistungsanspruch drastisch eingeschränkt hätten. Schierenbeck forderte die Politik auf, die Zugangshürden für das Arbeitslosengeld wieder zu senken. Inzwischen landen 35 Prozent der Bremer und sogar 40 Prozent der Bremerhavener, die arbeitslos werden, direkt bei Hartz IV. Das heißt: Sie erhalten überhaupt kein Geld aus der Arbeitslosenversicherung – oder das Arbeitslosengeld ist so niedrig, dass es durch Hartz IV-Leistungen aufgestockt werden muss.
Die Folgen sind fatal, sagte der Chef der Arbeitnehmerkammer. Die Betroffenen müssen als erstes ihre Ersparnisse aufbrauchen. Außerdem sind sie von Anfang an verpflichtet, jede Arbeit annehmen, die ihnen das zuständige Jobcenter anbietet – selbst dann, wenn die Tätigkeit weit unter ihrer Qualifikation liegt. Die Arbeitnehmerkammer fordert, dass der Gesetzgeber die Hürden für das Arbeitslosengeld senkt und die Leistungen spürbar verbessert. Ansonsten, so Schierenbeck, sieht bald niemand mehr ein, weshalb er für die Arbeitslosenversicherung zahlen soll.
Vom Job direkt in Hartz IV, [0:46]
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