15. April 2013, 7:07 Uhr
Massenschlägerei in Bremen
Nach einer Massenschlägerei im Bremer Rocker-Milieu sind die Verdächtigen wieder auf freiem Fuß. Die Polizei hat rund 100 Beteiligte frei gelassen. Direkt nach der Tat am 12. April waren 24 Rocker festgenommen, einen Tag später 79 weitere in Gewahrsam genommen worden. Die Polizei sucht jetzt nach einem Mann, der einen anderen mit einem Messer schwer verletzt hat.
Mehrere Männer wurden an zwei aufeinander folgenden Tagen in Gewahrsam genommen. Vom Messerstecher fehlt aber noch jede Spur.
Sie ermittelt nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Einen Haftbefehl gibt es bisher aber nicht. Direkt nach der Schlägerei zwischen den verfeindeten Mongols und Hells Angels am 12. April 2013 hatten die Sicherheitskräfte erste Verdächtige in Gewahrsam genommen. Einen Tag später ging die Polizei dann mit Großaufgeboten gegen Rocker-Ansammlungen vor, um Racheaktionen vorzubeugen.
Rund 200 Beamte waren im Einsatz. Sie stellten Messer und Schlagstöcke sicher. Die meisten der festgesetzten Rocker gehörten dem verbotenen Club "Mongols" an. Sie leisteten laut Polizei keinen Widerstand. Die Einsatzkräfte durchsuchten mehrere Gebäude, darunter das ehemalige Vereinsheim der Mongols. Mit dem massiven Einsatz wollte die Polizei verhindern, dass es wieder zu Gewalt zwischen Mongols und Hells Angels in der Stadt kommt. Die Bremer Polizei erwartet weitere Gewalt im Rocker-Milieu.
Video: Rocker liefern sich Massenschlägerei
Einstellungen, Infos und Kommentare
Die Polizei hat sich auf Racheakte eingerichtet. Polizeipräsident Lutz Müller erklärte: die Polizei werde der Rocker-Gewalt weiterhin mit einer Null-Toleranz-Strategie begegnen. Von einer Neuauflage des "Rockerkriegs" wollte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) nicht sprechen. Er nehme die Situation aber ernst. Die aktuellen Ereignisse könnten hilfreich sein, um das Verbotsverfahren gegen die Hells Angels voran zu bringen, so Mäurer.
Die Bremer CDU forderte Polizei und Justiz auf, massiv gegen kriminelle Rocker vorzugehen. Zudem warf sie dem Innensenator vor, die Gefahren, die von diesen Banden ausgehen, völlig zu unterschätzen. Für den CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Wilhelm Hinners steht fest: die Rockerbanden haben sich im Untergrund neu aufgestellt. Seiner Meinung nach hat das Kuttenverbot von Mäurer nichts gebracht. Es sei naiv zu glauben, dass so ein Verbot Rocker einschüchtert oder gar vertreibt.
Am 12. April 2013 hatten sich die Rocker im Bremer Ostertorviertel geprügelt. Dabei wurde ein 41-jähriger Mann niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Er konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Rund 150 Polizeibeamte waren nötig, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Als die Polizei eingreifen wollte, wurde sie massiv attackiert. Sie feuerte Warnschüsse ab, weil Rocker die Polizisten mit Bengalos angriffen. Die Bundesstraße 75 wurde zeitweise gesperrt, um zu verhindern, dass weitere Unterstützer aus dem Umland in die Bremer Innenstadt kommen konnten. Warum es zu der neuen Auseinandersetzung kam, ist noch unklar.
Radio-Bremen-Dossier:
Rocker-Szene in Bremen und dem Nordwesten
Revierkämpfe und organisierte Kriminalität
Nach einer Schlägerei mit rund zehn Beteiligten eine Woche zuvor war dies bereits die zweite Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen in diesem Jahr.
Im Februar 2013 hatten Bremer Beamte eine Schlägerei zwischen Mitgliedern der Mongols und der Hells Angels verhindert. Offiziell hatten sich die Bremer Hells Angels im Sommer 2012 aufgelöst. Die Mongols waren in Bremen bereits 2011 verboten worden. Trotzdem gehen die Behörden nach wie vor von einer Bedrohung durch die beiden Rockergruppen aus.
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