22. Juni 2012, 19:22 Uhr
Klinikum Bremen-Mitte
Auf einer Pressekonferenz des Klinikverbundes Gesundheit Nord (Geno) und der Bremer Gesundheitsbehörde am Freitag wurde auch über die Zukunft vom entlassenen Chefarzt der Kinderklinik, Hans-Iko Huppertz, gesprochen. Huppertz wurde nach dem Keimausbruch fristlos entlassen. Dagegen klagte er aber mit Erfolg. Huppertz soll nun aber wieder für die Kinderklinik arbeiten, jedoch nicht in der Frühchenstation, so die Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD).
Wie die Zukunft von Huppertz aussieht soll nächste Woche entschieden werden.
Das Klinikum Bremen-Mitte will sich bald mit Huppertz zusammensetzen, um über seine Zukunft zu sprechen. Die Bremer Linken warnten davor, den ehemaligen Chef der Kinderklinik und Frühchenstation wieder auf einen dieser Posten zu setzen. Zwar hat Huppertz erfolgreich gegen seine Kündigung geklagt. Das bedeute aber nicht, dass er nicht Anteil an den Fehlern hatte, die die Krise ausgelöst haben, so die Linke Claudia Bernhard. Er könne nicht auf seine alte Position zurück kehren.
Die Bremer CDU geht mit ihrer Kritik weiter. Sie forderte, dass die Gesundheitssenatorin den Aufsichtsratsvorsitz bei der Geno abgibt. Außerdem kritisiert die CDU das Gesundheitsressort für das Krise-Management am Klinikum Bremen-Mitte. Noch immer sei kein schlüssiges Zukunftskonzept zu erkennen. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Rainer Bensch, meinte, Jürgens-Pieper sei mit Ihren Aufgaben erkennbar überfordert. Die Gesundheit-Nord brauche an der Spitze dringend – so wörtlich – "betriebswirtschaftlichen Fachverstand statt sozialdemokratischer Parteipolitik".
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