29. April 2013, 13:25 Uhr
Neue Studie zur Armut
Bremen und Berlin sind weiterhin die größten sozialen Brennpunkte unter den Bundesländern. Das ergibt sich aus einer Untersuchung des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe. In beiden Ländern leben doppelt so viele Kinder von Leistungen der Jobcenter oder Grundsicherungsämter wie im Bundesdurchschnitt.
In Bremen müssen besonders viele Kinder von Hartz-IV-Leistungen leben.
Dabei handelt es sich um gut ein Drittel aller Kinder. Das gilt auch für die Städte in der Kategorie mit mehr als 400.000 Einwohnern. Bei den kleineren Städten ist Bremerhaven der Spitzenreiter. Das liege daran, so SPD-Sozialstadtrat Klaus Rosche, dass Bremerhaven immer noch unter der Krise der Werften und der Fischindustrie der vergangenen Jahrzehnte leide und deshalb viele Arbeitslose habe.
Für Bremen erklärte der Sprecher der Sozialbehörde, Bernd Schneider, es sei ein "klassisches Großstadtproblem". Es betreffe vor allem junge Kinder von jungen Müttern. Allerdings sei man in Bremen sehr nahe dran, den Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder unter drei Jahren zu erfüllen. Der gilt ab August 2013. Laut der Studie leben die wenigsten "Hartz-IV-Kinder" in Bayern und Baden-Württemberg.
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