21. April 2013, 11:05 Uhr
Kontrollen und Durchschungen
Nach Schlägereien von Rockerbanden am 19. April 2013 hat die Polizei am vergangenen Wochenende in der gesamten Stadt Menschen und Fahrzeuge kontrolliert. 18 Personen wurden vorübergehend festgenommen und mehr als 130 verbotene Gegenstände beschlagnahmt. Nach eigenen Angaben hat die Polizei damit Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Rockerclubs verhindert.
Vielerorts sahe es in der Bremer Innenstadt am 20. April 2013 so aus.
330 Verdächtige hat die Polizei insgesamt kontrolliert. Auch eine Familienfeier in Bremen-Mahndorf, zu der Rocker eingeladen waren, hatten die Beamten im Visier. Dort gab es aber keine Zwischenfälle. Unter den sichergestellten Waffen waren eine zerlegte Armbrust, diverse Messer, eine Schreckschusswaffe, Teleskopschlagstöcke, mehrere Schutzwesten und einige Schrotpatronen. Mehrere hundert Polizisten waren bei der Großkontrolle im Einsatz.
Erst vor kurzem war bekannt geworden, das der Motorradclub "Mongols" den Bremer Ableger rauswirft. "Deutschland gehört nicht länger zu unserer Nation", schreiben die Mongols Europe auf ihrer Internetseite. Neben dem Bremer Zweig werden offenbar auch alle andere Ortsgruppen in Deutschland verbannt. Dazu gehören sogenannte Chapter in Cuxhaven, Kiel und Köln. Die Bremer Innenbehörde hatte die Mongols im Jahr 2011 verboten.
"Lange Zeit haben wir versucht, Deutschland in unserer Bruderschaft zu integrieren. Leider haben wir unser Ziel nicht erreicht. Sie befolgen nicht unsere Regeln", heißt es in einer Erklärung. Im Forum auf der Internetseite der Mongols Europe findet sich ein Eintrag zu diesem Schritt: "Glückwunsch. Längst überfällig." Die Mongols Deutschland dagegen bestreiten den Rauswurf. Der Bremer Ableger wurde 2010 gegründet. Schon ein Jahr später haben die Behörden den Club verboten, weil der Zweck des Vereins ihrer Ansicht nach einzig und allein darin bestand, Straftaten zu begehen.
Zuletzt waren die Mongols in Bremen wieder öffentlich aufgetaucht. Sie lieferten sich mit den verfeindeten Hells Angels eine Massenschlägerei. Dabei war ein 41 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt worden. Rund 200 Polizisten waren im Einsatz. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) kündigte an, mit einer Null-Toleranz-Strategie gegen Rocker vorzugehen.
Überall in der Stadt kontrolliert die Polizei verdächtige Personen.
Ex-Polizist und Buchautor Stefan Schubert ("Wie die Hells Angels Deutschlands Unterwelt eroberten") geht davon aus, dass die Rocker eine "alte Machtfrage klären wollen". Er befürchtet, es könnte zu weiteren Vergeltungsaktionen kommen. Schubert kritisiert auch die Innenminister. "Man hat diese Rockergangs in Deutschland zehn, 15 Jahre gewähren lassen. Jetzt sind die Strukturen da", sagte er im Radio-Bremen-Interview. Es sei ein Irrglaube, sich auf Verbote zu stürzen. Der 42-Jährige spricht von mehreren Rockerkriegen in Deutschland. "Es ist schon heftig, was da zurzeit passiert. Es ist ein Problem, was da gewachsen ist, und es wird uns noch viele Jahre erhalten bleiben.
Aus für deutsche Mongols, [5:16]
Gespräch mit Stefan Schölerman (NDR)
Die Mongols in Deutschland haben nach Schätzungen bis zu 600 Mitglieder. Der Club wurde 1969 in Kalifornien von Vietnamveteranen lateinamerikanischer Abstammung gegründet. Das Bundeskriminalamt (BKA) geht bundesweit von etwa 8.000 Rockern aus. Die meisten Mitglieder hat "Gremium MC", gefolgt von den Hells Angels und den Bandidos.
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