4. April 2013, 16:05 Uhr
Ex-Kirchenmusiker vor Gericht
Der Prozess um 23-fachen sexuellen Missbrauch von drei Jungen zieht sich in die Länge. Entgegen den Planungen hat das Landgericht Oldenburg das Verfahren nicht am 4. April 2013 beendet. Angeklagt ist ein ehemaliger Kirchenmusiker aus Nordenham. Ihm wird vorgeworfen, von Anfang 2011 bis März 2012 die Jungen in 23 Fällen sexuell missbraucht zu haben.
Zum Auftakt des Prozesses hatte der 47 Jahre alte Vater von zwei Mädchen ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Prozess wird am 12. April fortgesetzt. Der Verteidiger hatte überraschend ein neues Gutachten beantragt und dem vom Gericht bestellten Sachverständigen mangelnde Sachkenntnis und falsche Methodik vorgeworfen. "Weder das schriftlich noch das mündlich vorgetragene Gutachten wird den Anforderungen gerecht", sagte der Berliner Rechtsanwalt Ulrich Dost. Ein neues Gutachten werde beweisen, dass sein Mandant nicht nur unter einer starken pädophilen Störung, sondern auch unter einer anderen schweren seelischen Störung leide. "Seine Einsichts- und Steuerungsfähigkeit bei den Taten waren erheblich eingeschränkt." Eine Entscheidung gab das Gericht nicht bekannt.
Für die Aussagen des Gutachters zur Frage der Schuldfähigkeit des 47-Jährigen wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Bereits das umfassende Geständnis fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Gutachter war erneut geladen worden. Nach Angaben von Dost hatte der Sachverständige in seinem Gutachten eine volle Schuldfähigkeit des Angeklagten attestiert. Zum Beginn des zweiten Prozesstags sagten zwei Mütter von sexuell missbrauchten Kindern, dass sie nichts bemerkt hätten. Es habe keine Hinweise gegeben, sagte eine 44 Jahre alte Frau als Zeugin. Sie habe aber manchmal ein komisches Gefühl gehabt und deshalb eine Übernachtung ihres Sohnes bei dem Musiklehrer abgelehnt. Sie sei im März 2012 von der Polizei über den Missbrauch informiert worden. Auch eine 43 Jahre alte Lehrerin hatte keinen Verdacht. Ihre Söhne seien mit dem Angeklagten Essen gegangen und hätten mit ihm gebowlt.
Ans Tageslicht kamen die Taten, als ein Freund einer der missbrauchten Kinder neu zum Unterricht zum Kirchmusiker kam. Beim Fußballtraining habe der Junge ihren Sohn angesprochen und gefragt, ob er auch manchmal auf dem Schoß des Musiklehrer sitze, sagte eine der Mütter. "'Ja', hätte ihr Sohn geantwortet und erzählt, 'der wollte mich auch küssen, das war eklig.'" Die Mütter tauschten sich aus, die 43-Jährige zeigte den Musiklehrer wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs ihrer Söhne im März 2012 an. Der Angeklagte bot den Eltern der drei betroffenen Kinder über seinen Anwalt einen Vergleich an. Danach sollen ein Junge 1.500 Euro Schmerzensgeld bekommen, die beiden Brüder je 500 Euro gezahlt in Monatsraten von 20 und je 15 Euro. "Mein Mandant habe derzeit 600 Euro im Monat zur Verfügung. Das ist das, was er zahlen kann", sagte Dost. Seine finanzielle Lage werde sich aber noch verschlechtern.
Ehemaliger Kirchenmusiker gesteht vor Gericht
Kirchenmusiker wird Missbrauch vorgeworfen
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