3. April 2013, 11:33 Uhr
Ex-Lokalpolitiker unter Verdacht
Vor dem Landgericht Bremen hat der Prozess gegen einen ehemaligen SPD-Lokalpolitiker aus Bremen begonnen. Zusammen mit einem Bekannten soll er einen 20-Jährigen betäubt und dann sexuell missbraucht haben. Zum Auftakt der Verhandlung haben die Anwälte der Angeklagten mehrere Befangenheitsanträge gestellt.
Die wegen sexuellen Missbrauch Angeklagten bei Prozesbeginn vor dem Landgericht Bremen.
Sie wollten eine Schöffin ablehnen. Begründung: Sie sei Mitglied der Bremer CDU und somit auch ein politischer Gegner des ehemaligen SPD-Lokalpolitikers. Auch den gerichtsmedizinischen Gutachter lehnten die Anwälte als "befangen" ab, weil der Vater des Opfers beruflich eng mit dem Gutachter zu tun haben soll. Beiden Anträgen gab das Landgericht aber nicht statt. Der Prozess soll am 4. April fortgesetzt werden. Weitere zehn Termine wurden angesetzt.
Der angeklagte Politiker hat früher Jugendreisen organisiert. Das spätere Opfer soll er dabei kennengelernt haben. Im Herbst 2012 hatten sich der Politiker, sein Freund und das spätere Opfer bei einer Party im Bremer Schlachthof getroffen. Danach sollen die beiden Männer den 20-Jährigen unter einem Vorwand in die Wohnung des Lokalpolitikers gelockt haben. Dort wurde dem jungen Mann eine bereits geöffnete Flasche Bier angeboten, die laut Anklage aber auch sogenannte K.o.-Tropfen enthielt. Nach ein paar Schlucken verlor das Opfer das Bewusstsein und soll sexuell missbraucht worden sein.
Was sind K.o.-Tropfen?
In hohen Dosen wirken K.o.-Tropfen stark einschläfernd, bis hin zu einem narkotischen Schlaf. Eine Überdosis kann gefährlich werden: Wenn das Opfer auch noch Alkohol, Medikamente oder andere Drogen genommen hat, können K.o.-Tropfen sogar zu einem Atem- oder Herzstillstand führen.
Die beiden Männer riefen später einen Notarzt, weil der Zustand des 20-Jährigen lebensbedrohlich wurde. Die K.o.-Tropfen ließen Zunge und Lippen anschwellen. Rettungskräfte mussten ihn reanimieren. Er wurde dann in einem Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt.
Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten Haftstrafen von mindestens fünf Jahren. Der Bremer Lokalpolitiker und sein Freund aus Nürnberg sitzen seit der Tat in Untersuchungshaft. Der Nürnberger schweigt zu den Vorwürfen. Der Bremer hat in einem Brief an die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe bestritten.
Prozess um "K.o.-Tropfen", [5:03]
Zwei Männer in Bremen angeklagt
DNA-Spuren von zweitem Verdächtigen gefunden
K.o.-Tropfen können tödlich sein
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