4. Juli 2012, 18:37 Uhr
Babyleichen in Ostertimke
Im Fall der toten Neugeborenen von Ostertimke (Kreis Rotenburg) prüfen die Ermittler, ob es einen Zusammenhang mit einer weiteren Babyleiche gibt. Das tote Baby war 1988 in einer Mülltonne gefunden worden. Schon damals geriet die jetzt Beschuldigte ins Visier der Ermittler, eine Verbindung zu dem Kind konnte ihr damals aber nicht nachgewiesen werden.
Der kleine Ort bei Rotenburg (Wümme) kommt nicht zur Ruhe.
Aufgrund der neuen Erkenntnislage und mit modernen kriminaltechnischen Methoden wird der Fall nun neu bearbeitet. Medien hatten berichtet, dass die Frau schon 1988 nach dem Fund eines toten Babys auf einem Rastplatz in Verdacht geraten war. Die 43-Jährige hatte gestanden, in dem Dorf im Kreis Rotenburg drei Kinder heimlich geboren und sich selbst überlassen zu haben. Sie sitzt zurzeit wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Die "Zevener Zeitung" hatte berichtet, dass Ende der 1980er Jahre die Leiche eines Baybs in einer Mülltonne entdeckt wurde und die Frau verdächtigt worden war, die Mutter zu sein.
Ostertimke: Unbemerkte Kindstötungen, [5:07]
Gespräch mit Christian Pfeiffer
Der Vorfall ereignete sich laut Zeitungsbericht im Jahre 1988 im Landkreis Rotenburg (Wümme). Damals habe ein Lastwagenfahrer in einer Mülltonne auf einem Rastplatz eine Babyleiche gefunden. Die Frau soll jetzt – nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft Stade – noch einmal dazu befragt werden. Sie sitzt in Untersuchungshaft. Die inzwischen 43-Jährige hatte gestanden, drei Kinder heimlich zur Welt gebracht zu haben. Ihren Aussagen zufolge hat sie zwei Babys auf den Dachboden des Hauses gelegt, in dem sie bis vor einigen Jahren lebte. Das dritte will sie in der Umgebung "abgelegt" haben – wo genau, konnte sie den Ermittlern nicht sagen.
tagesschau.de
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