3. August 2012, 13:01 Uhr
Nach Angriff mit Hammer
Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 51-jährigen Mann im Kreis Wesermarsch am Mittwoch liegt nun ein vorläufiges Obduktionsergebnis vor. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Oldenburg ist der Mann demnach durch drei Schüsse getroffen und dadurch getötet worden.
Abgesperrter Tatort in Elsfleth: Die Polizei ermittelt gegen einen Beamten.
Ein Polizist hatte in Elsfleth den offenbar geistig verwirrten Mann erschossen. Der 51-Jährige war plötzlich mit einem Zimmermannshammer auf einen anderen Beamten losgegangen, teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg mit. Den Angaben zufolge wollten ein Amtsarzt und ein Mitarbeiter des Landkreises den Mann in seinem Haus aufsuchen. Der 51-Jährige galt als aggressiv. Er war deswegen bereits 2006 in einer psychiatrischen Klinik. Da er zuletzt die Einnahme seiner Medikamente verweigerte, sollte nun geprüft werden, ob er erneut eingewiesen werden muss. Der Arzt forderte vorsichtshalber Unterstützung von der Polizei an.
Nothilfe oder Totschlag?, [2:34]
Als die Beamten, der Arzt und der Landkreis-Mitarbeiter an der Haustür klingelten, riss dieser offenbar die Tür auf und schlug einem der Polizisten mehrfach mit einem Hammer auf den Kopf. Der zweite Beamte feuerte daraufhin drei Mal mit seiner Waffe auf den Mann und traf ihn tödlich. Der verletzte Beamte kam in ein Krankenhaus. Seine Verletzungen sind den Angaben zufolge aber nicht lebensgefährdend.
Gegen seinen Kollegen wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf Totschlag eingeleitet. "Die Obduktion ist noch nicht abgeschlossen und die Ermittlungen des Falles laufen noch", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Donnerstag. Nach Rekonstruktion des Vorfalls werde die Staatsanwaltschaft entscheiden können, ob der Polizist in Nothilfe handelte. Die polizeilichen Ermittlungen gegen ihn soll die Polizeidirektion Osnabrück übernehmen.
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