27. Januar 2012, 10:03 Uhr
Windpark-Unfall
Die Suche nach dem vermissten Windpark-Arbeiter in der Nordsee soll heute weitergehen. Das Windkraft-Unternehmen Bard will dafür einen Tauchroboter einsetzen, um den Meeresgrund in 40 Meter Tiefe abzusuchen. "Die Hoffnung schwindet, den Mann lebend zu finden", sagte am Donnerstag ein Sprecher. Der Arbeiter war am Mittwoch von einer abstürzenden Plattform ins Wasser gerissen worden.
Der Windpark liegt knapp 100 Kilometer nordwestlich von Borkum.
Nach Angaben des Unternehmens Bard wird das Gerät heute an der Unglüchsstelle erwartet. Wegen der stürmischen Wetterlage musste die Suche nach dem Mann am Donnerstag abgebrochen werden. Das Unternehmen geht davon aus, mit Tauchern erst am Sonnabend weitere Versuche starten zu können. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen sah keine Überlebenschancen mehr für den Mann, dessen Spezialanzug nur für wenige Stunden vor dem kalten Wasser schützen könne.
Bard 1
Das Feld aus Windkraftanlagen befindet sich seit dem Frühjahr 2010 in Bau und soll einmal 80 große Windräder umfassen. Jede der Turbinen soll eine Leistung von fünf Megawatt produzieren, sodass der gesamte Windpark 400 Megawatt in das deutsche Netz einspeisen soll. Bislang sind nach Informationen der Firma knapp 30 der Anlagen errichtet. Die Firma Bard beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeiter.
Der schwere Unfall ereignete sich am Mittwoch bei Arbeiten an einem Fundament. Bundespolizisten, Feuerwehrtaucher und Seenotretter waren im Einsatz, um den Monteur zu suchen. Ein weiterer Mitarbeiter konnte sich bei dem Unfall unverletzt in Sicherheit bringen. Die Arbeiten am Windpark sind zunächst unterbrochen worden.
Die Ursache des Unglücks ist bislang noch unklar. Das Windkraft-Unternehmen Bard sagte, dass für die Arbeiten auf hoher See besondere Sicherheitsvorschriften gelten, die konsequent überwacht würden. In dem Windpark war bereits im Juli 2010 bei einem Arbeitsunfall ein schwedischer Taucher ums Leben gekommen.
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Quelle: www.tagesschau.de
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