1. Januar 2012, 13:26 Uhr
Die "Alex" ist verkauft
Das Segelschiff "Alexander von Humboldt" hat am Freitagvormittag seinen Besitzer gewechselt. Mit einem Glas Sekt stießen der Vorstand der Deutschen Stiftung Sail Training (DSST) und der neue Eigentümer, der Bremerhavener Unternehmer Manfred Spitzkowski, auf den Verkauf des Schiffes mit den grünen Segeln an.
Auf großer Fahrt in die neue Heimat: Die "Alex" verlässt Bremerhaven.
Der Dreimaster, der 23 Jahre lang für die DSST auf den Weltmeeren unterwegs war, wird in den nächsten eineinhalb Wochen noch im Dock überholt. Anschließend verlässt die Bark Bremerhaven mit Kurs auf die Bahamas. Dort will Spitzkowski das Segelschiff vom neuen Heimathafen Freeport aus ab März/April für touristische Tagestörns einsetzen. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.
DSST
Die Deutsche Stiftung Sail Training ist Eigentümer und Betrieber der Bark "Alexander von Humboldt II". Die Stiftung hat ihren Sitz in Bremerhaven. Ziel ist es, vor allem Jugendlichen – aber auch Erwachsenen – das Hochseesegeln näher zu bringen. Die Stiftung wurde 1986 gegründet.
Freeport liegt auf der Insel "Grand Bahama", rund 160 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Florida. Spitzkowsky setzt deshalb auch auf Segeltouristen aus den USA. Er selbst hat zwölf Jahre auf den Bahamas gelebt. In den vergangenen Wochen hat der 71-jährige Unternehmer bei Hoteliers und Tourismusmanagern des künftigen Heimathafens kräftig die Werbetrommel für das Schiff gerührt.
Die "Alex" wurde nach 105 Jahren im Oktober 2011 außer Dienst gestellt. Sie durchkreuzte nicht immer als Windjammer die Meere. Mitte der 1980er Jahre wurde das ursprüngliche Feuerschiff in eine Bark umgebaut. Sie wurde dann als Segelschulschiff eingesetzt. Mehr als 35.000 Segler waren in den Jahren an Bord. Das Schiff legte insgesamt 360.000 Seemeilen zurück. Berühmt wurde die "Alexander von Humboldt" auch durch die Werbung der Bremer Brauerei "Beck's".
Nachfolger ist die "Alexander von Humboldt II". Sie ist 65 Meter lang und hat im Gegensatz zum berühmten Vorgänger keine grünen Segel, sondern weiße. Sie wurde von der DSST in Auftrag gegeben und hat eine Stammbesatzung von 25 Mann. Die 15 Millionen Euro Baukosten wurden vor allem durch Spenden finanziert. Die Passagiere müssen Mitglied der Sail Training Association Germany sein, zu der die DSST gehört. An Bord leben sie in Ein- bis Vier-Mann-Kabinen. Damit halten die Betreiber am alten Betriebskonzept der "Alex" fest.
Die "Alex" haut ab, [3:28]
Berühmter Großsegler war ehemals Feuerschiff
Daten und Fakten
Homepage der Stiftung DSST
Nach 105 Jahren geht die alte "Alex" außer Dienst
Nachfolgeschiff setzt Schulschiffbetrieb fort
Neue Bark "Alexander von Humboldt II" getauft
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Quelle: www.tagesschau.de
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