25. Dezember 2012, 12:42 Uhr
Bremer Theologe
Der theologische Repräsentant der Bremischen Evangelischen Kirche, Renke Brahms, hat zu Weihnachten die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich angeprangert. "Die Schere tut sich immer weiter auf", sagte er am ersten Weihnachtsfeiertag in der Kirche "Unser Lieben Frauen".
Armut sei nicht nur ein finanzielles Problem: "Wer arm ist, dem bleiben viele Türen verschlossen." Er gerate rasch in einen Teufelskreis ohne Ausbildung, Job, Geld und Perspektive. In manchen Bremer Stadtteilen lebten mehr als 50 Prozent der Kinder unter 15 Jahren von Sozialleistungen, sagte Brahms. Ein sozialer Aufstieg gelinge immer weniger Menschen. Weihnachten erinnere daran, dass Jesus die Grenzen von oben und unten, drinnen und draußen, Freund und Feind durchbreche. Er bringe einen Perspektivenwechsel in die Welt. Zur Bremischen Evangelischen Kirche gehören 61 Gemeinden mit rund 220.000 Mitgliedern in Bremen. Brahms ist auch Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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