Facebook: Too big to care?

Wer einmal lügt, dem glaubt man ja bekanntermaßen nicht. Weniger bekannt ist, dass eine solche Lüge auch schnell mal 110 Millionen Euro kosten kann. Siehe Facebook. Der Internetkonzern hatte vor rund drei Jahren den Nachrichtendienst Whatsapp übernommen und zugleich angekündigt, ein Abgleich der persönlichen Daten zwischen den beiden verschiedenen Anwendungen fände nicht statt und sei vor allem auch gar nicht möglich. Im Herbst 2016 dann aber kündigte Facebook genau das an und machte dabei öffentlich, dass ein derartiger ungewollter Datentausch sehr wohl schon lange möglich war. Die EU-Kommission sah sich getäuscht und verhängte nun gestern die Millionenstrafe. Ist das wirklich eine Strafe für den Konzern? Oder hat Facebook es darauf ankommen lassen? Lässt Facebook sich überhaupt politisch kontrollieren? Fragen an Konstantin von Notz, netzpolitischer Sprecher der Grünen.
  • Autor/-in:Anja Goerz
  • Länge:5:19 Minuten
  • Datum:Freitag, 19. Mai 2017
  • Sendereihe:Nordwestradio