Sogar der seriösen FAZ war ihr erster und bisher einziger Deutschland-Auftritt kürzlich in Berlin einen großen Artikel wert: Valerie June, Sängerin und Gitarristin aus Tennessee. Und die mediale Aufmerksamkeit wird sicher nicht geringer werden an-gesichts des Erscheinens ihres Albums "Pushin' against a stone", auf dem sie mal so klingt, wie die weise alte 'Mother Nature', dann wieder wie ein naives Schulmädchen auf dem Heimweg. Bis der Produzent Dan Auerbach ihre Stimme hörte, die ihn sofort an Bessie Smith oder Nina Simone erinnerte. Mit einem Sound, der oft an alte Schellack-Platten erinnert, singt sich Valerie June durch sentimentale Country-Songs, karg instrumentierte Gospels oder Bluesrock-Stomper, als sei es das selbstverständlichste auf der Welt – und weckt in manchen Passagen sogar Erinnerungen an die Shangri-La's. Auf die nächsten Konzerte in Deutschland darf man gespannt ein...