CD-Tipp
Lee Ritenour, der in diesem Januar 60 Jahre alt wurde, geht es locker an: Nach wie vor pflegt er den modalen, eleganten, harmonischen Stil und kultiviert – wie Pat Metheny – den Wohlklang. Bewusst setzt er sich bei aller technischen Raffinesse von den oft als kalt empfundenen Griffbrett-Dribblings von jemandem wie Al de Meola ab. Lee Ritenour bleibt diesem Stil auch bei seinen Rhythm Session treu, präsentiert aber vertrackte Rhythmen und neue, moderne Klangfarben. Vor allem eine junge Rhythmusgruppe sorgt für jede Menge Dampf.
Gegenseitige Inspiration machen aus den Sessions kleine Kunstwerke, die trotz aller Prominenz vollkommen uneitel wirken und klingen. Die einzelnen Tracks haben Seele. Es sollte nach dem Willen von Ritenour ein Gemeinschaftswerk werden, und so klingt es auch. Nick Drakes mystischer "River Man" wird von Kurt Elling glänzend interpretiert und schlägt andere Versionen um Längen.
Mit großer Emphase zeigt sich Lee Ritenour als Talentscout und Förderer, ein Künstler, der sich nach rund 40 Alben auch bei all jenen bedanken will, die ihn auf seinem musikalischen Weg begleitet und gefördert haben. Von daher sind die Rhythm Sessions mehr als ein Veteranentreffen: Ein hochprofessionelles, komplexes wie stimmungvolles Alterswerk, das Respekt verdient.
CD-Tipp: Lee Ritenour Rhythm Sessions, [3:05]
Info: CD-Tipps
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