Franzobel: Das Floss der Medusa - Gespräch mit Silke Behl

Katrin Krämer im Gespräch mit Silke Behl über den neuen Roman „Das Floss der Medusa“ von Franzobel. Der österreichische Autor Franzobel – immer für Polarisierungen  gut – hat eine unheimliche Geschichte vor historischem Hintergrund und mit aktueller Reichweite geschrieben: „Das Floss der Medusa“. 18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen. Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?
  • Autor/-in:Katrin Krämer
  • Länge:7:53 Minuten
  • Datum:Sonntag, 6. August 2017
  • Sendereihe:Buchpiloten | Nordwestradio