3. Februar 2012, 9:05 Uhr
Gesprächszeit
Seit 50 Jahren ist München Gastgeber der Internationalen Sicherheitskonferenz. Doch selten war Deutschlands Rolle so prominent auf der Tagesordnung wie bei der Konferenz vom 3. bis zum 5. Februar 2012.
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz v. 3.-5.2.2012
Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende und Organisator der Konferenz, verwahrt sich gegen die Kritik, es handle sich dabei um eine Nabelschau. Genau das Gegenteil sei der Fall, sagt er. Es sei ein Angebot vor allem an die ausländischen Teilnehmer, eine Diskussion miterleben zu können, in der kritisch über die Rolle Deutschlands in Europa und der Welt diskutiert wird.
Gleich zu Beginn der Sicherheitskonferenz wollen der polnische Außenminister Siborski, Weltbankchef Zoellick, SPD-Fraktionschef Steinmeier und Verteidigungsminister de Maizière eine Standortbestimmung vornehmen: Wo steht Deutschland in der Sicherheitsarchitektur des 21. Jahrhunderts? Als es vor knapp einem Jahr im UN-Sicherheitsrat um ein militärisches Eingreifen im Libyenkonflikt ging, enthielt sich Deutschland der Stimme, eine Entscheidung, die international für Irritationen gesorgt hat.
Um Libyen werde es in München nicht mehr gehen, meint der ehemalige deutsche Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger. Themen des dreitägigen Treffens sind die Lage in Syrien, der Umgang des Westens mit dem Iran, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise für die Sicherheitspolitik und der Aufstieg Asiens. Afghanistan sollte in diesen Tagen eigentlich keine Rolle spielen, doch nach der Ankündigung von US-Verteidungsminister Panetta, bereits im Herbst 2013 die kämpfenden Truppen abzuziehen, wird die Debatte wohl zumindest am Rande fortgesetzt werden.
Welche Rolle will Deutschland künftig in der Welt spielen? Was wird aus dem Arabischen Frühling? Welche Auswirkungen hat die Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Stabilität Europas? Wie kann der Iran am Bau einer Atombombe gehindert werden? Darüber hat Nordwestradio-Moderatorin Kerstin Lohse mit Wolfgang Ischinger im vorfeld der Sicherheitskonferenz gesprochen.
Wolfgang Ischinger (1), [5:40]
Wolfgang Ischinger (2), [7:34]
Wolfgang Ischinger (3), [5:51]
Wolfgang Ischinger (4), [6:24]
Info: Gesprächszeit
![Radio Bremen Mikrofon Blau [Quelle: Radio Bremen, Foto: Martin von Minden] Radio Bremen Mikrofon Blau [Quelle: Radio Bremen, Foto: Martin von Minden]](/nordwestradio/mikrofon100_v-mediateaser.jpg)
Gespräche mit Prominenten und Zeitzeugen aus Kultur, Politik und Wirtschaft.
Sendezeit:
Mo. - Sa., 9:05 - 10 Uhr
Mo. - So., 15:05 - 16 Uhr
Rückblick: Gesprächszeit
Service
Alle Geprächszeiten
Zum Anhören in der Mediathek. Mehr...
Pro musica antiqua 1985: Festliches Barock-Konzert
Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
Poetry on the Road 2012
Vom 30. Mai bis 4. Juni 2012 ist Bremen mit dem Internationalen Literaturfestival "Poetry on the Road“ kultureller Treffpunkt für 24 Dichter aus 15 Nationen. Etablierte Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hoch interessanten Neuentdeckungen bringen auf Einladung von Radio Bremen und der Hochschule Bremen die Weltsprache Poesie an die Weser. Mehr...
Suche
Nordwestradio durchsuchen:
Info und Service