30. Dezember 2012, 11:05 Uhr
Glauben und Wissen
Sogar Gold gibt es mittlerweile aus dem Automaten
Sie greifen in unseren Alltag ein, indem sie die Arbeit regeln, sie spucken Fahrkarten aus oder nehmen unsere Koffer in Empfang. In Japan betreuen Roboter Pflegebedürftige im Altersheim – Zuspruch aus dem Computer eingeschlossen. Auch in vielen wissenschaftlichen Bereichen können Roboter Perspektiven eröffnen, die ohne sie nicht denkbar wären. Doch so nützlich die Automaten auch sind: Bei vielen Menschen schwingt angesichts dieser Wunderwelten die Frage mit, wie das mit den "Geistern" ist, die wir "nun nicht mehr loswerden". Deshalb fragt die heutige Sendung nach der Bedeutung von Robotern und Automaten in Wissenschaft und Alltag. Was bewirken sie, wo könnten sie sinnvoll eingesetzt werden und wo öffnen sie Wege zu einer eher unheimlichen Welt?
Redaktion und Moderation: Tobias Nagorny
Die gesamte Sendung zum Anhören:
Die Zukunft der Roboter, [1:29:20]
Hier ist Platz für Ihre Wünsche und Anregungen:
Glauben und Wissen: Online-Gästebuch
Seit Jahren beklagen Fachleute und Politiker den Pflegenotstand und stellen eine weitere Verschlechterung der Situation in Aussicht. Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten derweil an Robotern, die Pflegekräfte entlasten und Pflegebedürftigen helfen, ihnen Trost spenden und Gesellschaft leisten sollen. Horrorvision oder einzig gangbarer Weg? Eine Reportage von Thomas Reintjes.
Das menschliche Ich einer Person mit all seinen Erfahrungen und Fähigkeiten könnte vielleicht schon bald auf einem kleinen USB-Stick untergebracht werden. Den würde man dann einfach in einen Roboter einsetzen und erhielte so einen mechanischen Doppelgänger. Das klingt nach kühner Science-Fiction-Vision. Aber wie weit ist die Forschung zur "künstlichen Intelligenz" wirklich? Das weiß Klaus Mainzer, Professor für Wissenschaftstheorie an der Technischen Universität München.
Buchtipp: Mainzer, Klaus: Leben als Maschine? Von der Systembiologie zur Robotik und Künstlichen Intelligenz, Mentis Verlag 2010, 274 Seiten, 29,80 Euro
Automaten und Roboter füttern unsere Tiere, kochen jeden morgen zur gleichen Zeit Kaffee und erinnern uns an unsere Termine. Bald könnten so genannte "intelligente Systeme" auch in die Altenpflege Einzug halten: An der Universität Bremen wird in einer Laborwohnung an Assistenzsystemen für ein altersgerechtes Leben geforscht. Dazu gehört auch ein Rollstuhl, der auf's Wort gehorcht – meistens jedenfalls. Sarah Kumpf hat sich das angesehen.
Der Tauchroboter "Quest" liefert Bilder aus einer Tiefe von 4.000 Metern unter dem Meeresspiegel. Damit leisten er und seine automatischen Kollegen unersetzliche Arbeit für die Bremer Hochschulen. Das ganze Jahr, bei jedem Wetter und rund um die Uhr können sie unter Wasser bleiben und wichtige Informationen liefern, zum Beispiel zum Klimawandel. Thomas Kleinspehn hat Forscher besucht, die mit diesen Robotern arbeiten.
Wie selbstverständlich bewegen wir uns von A nach B: In der Stadt, in fremden Gebäuden, in der eigenen Wohnung. Im Gehirn laufen dabei hochkomplexe Prozesse ab. Eine Gruppe von Wissenschaftlern an der Universität Bremen erforscht den Orientierungssinn des Menschen, um ihn dann auf Roboter übertragen zu können. Mit einer Spezialbrille laufen menschliche Probanden in einer beweglichen Kugel, der sogenannten "Virtusphere", durch virtuelle Räume. Tobias Nagorny hat sich als Testobjekt zur Verfügung gestellt.
Glauben und Wissen 30.12.2012: Rätsel, [0:11]
Ist diese Meldung wahr oder falsch? - Wenn Sie die Lösung wissen oder an Ihren Tipp glauben, dann schicken Sie bis zum 3. Januar 2013 eine Mail an: glaubenundwissen@radiobremen.de. Zu gewinnen gibt es das Buch "Die Physik der Zukunft - Unser Leben in 100 Jahren" von Michio Kaku (Rowohlt Verlag).
Info: Glauben und Wissen
![Spitzen des Doms und des Fallturms [Quelle: Radio Bremen, Montage] Spitzen des Doms und des Fallturms [Quelle: Radio Bremen, Montage]](/nordwestradio/sendungen/glauben_und_wissen/glaubenundwissen100_v-mediateaser.jpg)
Hören, wo es lang gehen kann, und erfahren, was Menschen wissen, glauben und denken. Eine Sendung, die im Leben so wirken soll wie ein Navigationssystem im Straßenverkehr: Orientierung stiften in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt.
Sendezeit:
Sonntags, 11:05 - 13 Uhr
Dienstags, 19:05 - 20 Uhr (Whlg.)
An jedem ersten Sonntag im Monat gibt es auf diesem Sendeplatz die Sendung Mare Radio.
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