26. Februar 2012, 11:05 Uhr
Glauben und Wissen
Welchen Einfluss haben Bilder auf unser Leben?
Bilder haben uns von Beginn der Zivilisation an beschäftigt, sie sind wesentlicher Bestandteil unserer Kultur. Gleichzeitig lösen Bilder aber auch Beunruhigung aus, weil sie stets die Grenzen zwischen Realität, Abbildung und Täuschung aufzeigen. Das Thema spitzt sich mit den Möglichkeiten der technischen Reproduzierbarkeit noch weiter zu: Fotografie und Film, später das Fernsehen und schließlich die digitalen Medien unserer Tage. In der Sendung geht es unter anderem um die Bedeutung des Kinos oder um Fragen, wie realistisch eigentlich Augen Bilder speichern. Gemeinsam stellen die so unterschiedlichen Themen Bausteine für eine Geschichte der Wahrnehmung dar.
Redaktion und Moderation: Tobias Nagorny
Die gesamte Sendung zum Anhören:
Glauben und Wissen: Von den letzten und den ersten Bildern, [1:13:52]
Glauben und Wissen: Die letzten und die ersten Bilder (Playlist) [PDF, 24 Kb]
Hier ist Platz für Ihre Wünsche und Anregungen:
Glauben und Wissen: Online-Gästebuch
Was ist eigentlich ein Film? Und was macht der Film mit uns? Die Lust am Schauen und die Lust an Geschichten kommen zusammen, wenn Bilder zu Filmen werden. Eine Kulturgeschichte des bewegten Bildes von Jürgen Francke.
Eine Kulturgeschichte des Films (von Jürgen Francke), [7:19]
Im 19. Jahrhundert glaubte man, im Auge eines Mordopfers werde kurz vor dem Tod ein Bild des Mörders gespeichert. So genannte "Optogramme", also Fotos der Augen von Toten, sollten bei der Aufklärung von Verbrechen helfen. Im Gespräch erklärt der Literaturwissenschaftler Bernd Stiegler, was es mit dieser gruseligen Vorstellung auf sich hat.
Tobias Nagorny im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Bernd Stiegler, [13:11]
Buchtipp: Bernd Stiegler: Belichtete Augen - Optogramme oder das Versprechen der Retina, Fischer Verlag 2011, 256 Seiten, 19,95 Euro
Optische Täuschungen sind subjektive Empfindungen, die nicht der physikalischen Außenwelt entsprechen. Was sich hinter diesem physikalischen Phänomen konkret verbirgt, erklärt Manfred Fahle, Leiter des Instituts für Hirnforschung an der Universität Bremen.
Mehr aus unserer Audio-Enzyklopädie:
Radiopedia
Der Bildtheoretiker W. J. T. Mitchell erkundet die Sprach- und Bildpolitiken im Jahrzehnt nach 9/11 und stößt auf eine heikle Konstellation aus Metaphern und Bildern, die enorme gesellschaftliche und politische Auswirkungen hat. Seine These: Der politische Umgang mit den Schreckensbildern des Terrorismus hat die Bedrohung in den Köpfen eigentlich erst geschaffen. Ein Buchtipp von Thomas Kleinspehn.
Buchtipp: W. J. T. Mitchell: Das Klonen und der Terror (von Thomas Kleinspehn), [6:40]
Buchtipp: W. J. T. Mitchell: Das Klonen und der Terror - Der Krieg der Bilder seit 9/11, Suhrkamp 2011, 284 Seiten, 28,90 Euro
Für den Arzt ein offenes Buch, für den Patienten oft ein Rätsel: Medizinische Bilder, wie zum Beispiel Röntgenaufnahmen. Die Soziologin Regula Valérie Burri beschäftigt sich mit der Frage nach Herstellung und Verwendung solcher Bilder: Wer macht da ein Bild von mir, was ist daraus zu lesen, und was geschieht damit? Solchen Abbildungen sollte eine kritischere Haltung eingenommen werden, fordert Burri im Gespräch mit Tobias Nagorny.
Tobias Nagorny im Gespräch mit der Soziologin Regula Valérie Burri, [12:11]
Buchtipp: Regula Valérie Burri: Doing Images - Zur Praxis medizinischer Bilder, Transcript Verlag 2008, 344 Seiten, 23,80 Euro
Ist diese Meldung wahr oder falsch? - Wenn Sie die Lösung wissen oder an Ihren Tipp glauben, dann schicken Sie bis zum 29. Februar eine Mail an: glaubenundwissen@radiobremen.de. Zu gewinnen gibt es das Buch "Belichtete Augen - Optogramme oder das Versprechen der Retina " von Bernd Stiegler (Fischer Verlag).
Info: Glauben und Wissen
![Spitzen des Doms und des Fallturms [Quelle: Radio Bremen, Foto: Montage] Spitzen des Doms und des Fallturms [Quelle: Radio Bremen, Foto: Montage]](/nordwestradio/sendungen/glauben_und_wissen/glaubenundwissen100_v-mediateaser.jpg)
Hören, wo es lang gehen kann, und erfahren, was Menschen wissen, glauben und denken. Eine Sendung, die im Leben so wirken soll wie ein Navigationssystem im Straßenverkehr: Orientierung stiften in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt.
Sendezeit:
Sonntags, 11:05 - 13 Uhr
Dienstags, 19:05 - 20 Uhr (Whlg.)
An jedem ersten Sonntag im Monat gibt es auf diesem Sendeplatz die Sendung Mare Radio.
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Pro musica antiqua 1985: Festliches Barock-Konzert
Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
Fontane: Unterm Birnbaum
Der Roman "Unterm Birnbaum" erschien 1885. Das scheinbar abseitigste Werk des alten Fontane wurde kaum beachtet. In zwanzig Kapiteln erzählt Fontane eine Mordgeschichte aus dem Oderbruch, die an ein dörfliches Macbeth-Drama erinnert. Mehr...
Poetry on the Road 2012
Vom 30. Mai bis 4. Juni 2012 ist Bremen mit dem Internationalen Literaturfestival "Poetry on the Road“ kultureller Treffpunkt für 24 Dichter aus 15 Nationen. Etablierte Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hoch interessanten Neuentdeckungen bringen auf Einladung von Radio Bremen und der Hochschule Bremen die Weltsprache Poesie an die Weser. Mehr...
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