20. November 2012, 19:05 Uhr
Wie gehen wir mit dem Sterben und dem Tod um? Im Rahmen der ARD-Themenwoche ist diese Frage auch Schwerpunkt bei "Glauben und Wissen". Wie sehr wird der Tod im Alltag und der medialen Welt verdrängt? Wie wollen wir sterben und was bleibt am Ende? Zu diesen Fragen kommen in der Sendung u.a. die Theologin Margot Käßmann, der Nachttalker Jürgen Domian und der Hirnforscher Gerhard Roth zu Wort.
Redaktion und Moderation: Tobias Nagorny
Die gesamte Sendung zum Anhören:
Leben mit dem Tod, [1:13:26]
Hier ist Platz für Ihre Wünsche und Anregungen:
Glauben und Wissen: Online-Gästebuch
Weiße Lichter, eine unendliche Wärme, Liebe, ein Tunnel, Gespräche mit längst verstorbenen Verwandten oder Freunden, ein Blick von oben auf sich selbst – das sind Momentaufnahmen, wie sie Betroffene immer wieder erzählen, wenn sie dem Tod ganz nah waren. Aber was ist wirklich dran an diesen Wahrnehmungen? Jens Schellhass ist der Frage nachgegangen und hat sich mit dem Bremer Hirnforscher Gerhard Roth getroffen.
Das weiße Licht: Wie die Wissenschaft Nahtoderlebnisse erklärt, [9:04]
Das Leben nach dem Tod – In den fünf Weltreligionen gibt es über das Jenseits höchst unterschiedliche Vorstellungen.
Der Religionswissenschaftler Christoph Auffarth erklärt christliche, muslimische, buddhistische, hinduistische und jüdische Vorstellungen von dem, was nach dem Tod auf uns wartet. Ein Beitrag von Kerstin Burlage.
Das Jenseits in den Weltreligionen: Islam, Judentum, Christentum, [3:13]
Das Jenseits in den Weltreligionen: Buddhismus und Hinduismus, [3:40]
Wie sehr wird der Tod in unserem Alltag verdrängt – und ist das nicht auch zum Teil nachvollziehbar? Wie wollen wir sterben und was bleibt am Ende von uns? Dazu hat die Pastorin Margot Käßmann eine klare Meinung. Im Gespräch mit Tobias Nagorny berichtet sie von persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit dem Tod.
Margot Käßmann im Gespräch, [16:22]
Vor sieben Jahren kam für den Bremer Thomas Zörner die Diagnose: Er leidet an einer unheilbaren Nervenkrankheit, die die Muskeln angreift. Schon lange kann er sich nicht mehr bewegen, wird von einer Magensonde ernährt und verständigt sich mit Hilfe eines Computers. Drei Jahre gaben ihm die Ärzte, maximal fünf. Seitdem stirbt Thomas Zörner, doch seinen Lebenswillen hat er nicht verloren. Eine Reportage von Arno Schupp.
Was bedeutet "Hirntod"?
Hirntod ist rein medizinisch betrachtet der Ausfall sämtlicher Funktionen im Gehirn.
Eine ausführliche Erklärung gibt Dr. med. Uwe Neubauer, Neurochirurg und Klinikdirektor vom Klinikum Bremen Mitte:
Mehr aus unserer Audio-Enzyklopädie:
Radiopedia
Wenn Jürgen Domian um 1 Uhr morgens die Zuhörer seiner Telefon-Talksendung begrüßt, weiß er noch nicht, welche Gespräche er gleich führen wird. Oft sind Todkranke, Trauernde oder Menschen mit Suizidgedanken unter den Anrufern. Über diese Gespräche und seine persönlichen Gedanken zum Thema Sterben hat Jürgen Domian ein Buch geschrieben.
Jürgen Domian im Gespräch, [23:39]
Buchtipp: Domian, Jürgen: Interview mit dem Tod, Gütersloher Verlagshaus 2012, 176 Seiten, 16,99 Euro
Es ist eine alte Tradition in Norddeutschland: Der Leichenbitter zieht von Haus zu Haus, gibt bekannt, dass jemand gestorben ist und organisiert die Beerdigung. Das gibt es heute nur noch auf dem Land, und auch da wird dieser Brauch immer seltener. Heinrich Wilshusen aus Alfstedt bei Bremen ist einer der letzten Leichenbitter. Sven Weingärtner hat ihn begleitet.
Der Leichenbitter - Heinrich Wilshusen aus Alfstedt, [3:34]
Glauben und Wissen 18.11.2012: Rätsel, [0:22]
Ist diese Meldung wahr oder falsch? - Wenn Sie die Lösung wissen oder an Ihren Tipp glauben, dann schicken Sie bis zum 22. November 2012 eine Mail an: glaubenundwissen@radiobremen.de. Zu gewinnen gibt es das Buch "Interview mit dem Tod" von Jürgen Domian (Gütersloher Verlagshaus).
Info: Glauben und Wissen
![Spitzen des Doms und des Fallturms [Quelle: Radio Bremen, Montage] Spitzen des Doms und des Fallturms [Quelle: Radio Bremen, Montage]](/nordwestradio/sendungen/glauben_und_wissen/glaubenundwissen100_v-mediateaser.jpg)
Hören, wo es lang gehen kann, und erfahren, was Menschen wissen, glauben und denken. Eine Sendung, die im Leben so wirken soll wie ein Navigationssystem im Straßenverkehr: Orientierung stiften in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt.
Sendezeit:
Sonntags, 11:05 - 13 Uhr
Dienstags, 19:05 - 20 Uhr (Whlg.)
An jedem ersten Sonntag im Monat gibt es auf diesem Sendeplatz die Sendung Mare Radio.
Kalender
Glauben und Wissen: Audios
Robert Cray Band
Robert Cray hatte schon das hohe Alter von Dreißig erreicht als er Anfang der achtziger Jahre mit seiner Blues-Band bekannter wurde. Seitdem hat er fast jedes Jahr eine neue CD herausgebracht. Für einige davon hat er bereits fünf Grammys gewonnen und wurde 2010 in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Mehr...
4. Juni, 22:05 Uhr | Nordwestradio
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Das Nordwestradio setzt seine erfolgreiche Veranstaltungs- und Sendereihe "Erfahren, woher wir kommen" fort. Jürgen Stenzel liest "Gargantua und Pantagruel" von François Rabelais. Hanjo Kesting kommentiert das Werk. Mehr...
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