9. September 2012, 20:05 Uhr
Ein junger Typ aus Paris, der Mundharmonika spielt und - unter anderem - den Blues liebt: das entspricht nicht unbedingt einem modischen Verständnis von cool.
Charles Pasi holt den Sound der Blues-Harp in die Gegenwart.
Trotzdem hat es Charles Pasi in seinem Heimatland zu einer beträchtlichen Popularität gebracht. Der Schlüssel liegt in seiner Persönlichkeit - und in seiner souveränen Art, traditionelle Stile zeitgemäß aufzufrischen. Bei ihm finden Rock und Blues, Jazz und Pop zueinander. Er kann eine jazzgemäße Eleganz an den Tag legen, zum Groove-Meister werden, oder auch eine Rauheit offenbaren, die an die Blues-Seite eines Tom Waits denken lässt. Wie ausgesprochen wohl sich Pasi gerade auf der Bühne fühlt, und welches Talent er als Entertainer hat, das zeigte er in Deutschland erstmals im vergangenen Jahr als Support-Act von Pop-Frau ZAZ.
Charles Pasi wurde 1984 in Paris geboren. Er ist halb französischer, halb italienischer Abstammung. Gelernt hat er in Paris und Rom. Wie es sich für einen Harmonica-Mann gehört (er spielt außerdem Gitarre), tummelte sich der smarte Bursche geraume Zeit vor allem in Blues-Kreisen. Doch das war ihm von jeher zu begrenzt. Als sich sein Können herum sprach, kamen die Engagements. So spielte Pasi zum Beispiel für Carla Bruni. Andererseits tauchte sein Name in Verbindung mit Filmmusiken auf.
"Mainly Blue" nannte er sein selbst produziertes CD-Debüt. Aktuell ist das fabelhafte Album "Uncaged", das jüngst auch hierzulande veröffentlicht wurde. Unter den Studio-Gästen war der legendäre Jazzsaxophonist Archie Shepp. Im Bremer Moments startete Charles Pasi mit seiner Gruppe die erste eigene Deutschland-Tour.
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