Dickie Dick Dickens
Lange Zeit war 'Dickie Dick Dickens' ein blinder Fleck im sonst bestens sortierten Hörfunk-Archiv von Radio Bremen. Immer wieder haben sich Hörer aus dem Sendegebiet gemeldet und nach dieser legendären RB-Krimisatire mit dem "gefährlichsten Verbrecher, den Chicago je sah", gefragt. Jahrelang konnten die MitarbeiterInnen der Bremer Hörspielredaktion nur mit bedauernder Geste antworten: "Eine Wiederholung der Serie oder auch nur Teile davon ist leider nicht möglich." Warum? Lediglich eine Folge von insgesamt 37 Originalfolgen war noch erhalten geblieben, zu wenig, um damit Programm machen zu können. Die fehlenden 36 Folgen waren und blieben trotz intensiven Nachforschungen nach ihrem Verbleib verschollen: Kein anderer ARD-Sender hatte die Serie übernommen und besaß Kopien davon, der mittlerweile 80-jährige und noch sehr aktive Schriftsteller und Mitautor der Serie, Rolf A. Becker, verfügte selber nur über eine einzige Folge auf Cassette, Radio-Bremen-Mitarbeiter suchten intensiv nach vergessenen Bandkartons in allen möglichen Ecken des Funkhauses.
Ob damals die Sendebänder nach der Ursendung mutwillig zerstört, versehentlich vernichtet oder für neue Aufnahmen überspielt worden waren, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. Der große Erfolg, den 'Dickie Dick Dickens' nach der ersten Sendungen in den Jahren 1960/61 hatte, und der in den Annalen von Radio Bremen häufig hervorgehoben wurde, blieb aber präsent im akustischen Gedächtnis der Hörer bzw. der Beteiligten und Mitwirkenden an der Produktion. Als einzige Chance, die verloren gegangenen Folgen vielleicht doch wieder hören zu können, blieben daher nur noch private Radiomitschnitte aus jener Zeit - Mitschnitte, die von begeisterten DDD-Fans während der Sendung per Tonband angefertigt worden waren.
Ein Aufruf, den die Bremer Hörspielredaktion im Sommer 2003 ("Radio Bremen fahndet nach alten 'Dickie Dick Dickens'-Folgen !") in verschiedenen Zeitungen, im Radio und im Internet verbreitete, wurde ein großer Erfolg: Mit Hilfe von Tonbandfreunden konnten 29 der 37 Folgen bisher wieder ausfindig gemacht werden ! Die Qualität der inzwischen über 40 Jahre alten Tonbänder war aus tontechnischer Sicht verständlicherweise nicht immer befriedigend. Nicht alle Bänder entsprachen den Qualitätsansprüchen des Radios von heute. Und einige Tonbänder waren schon rein physikalisch nicht mehr in der Lage, sich noch einmal um die Spule und an einem Tonkopf vorbei zu winden. Dennoch: Eine schöne 'Patina' aus Rauschen, Nebengeräuschen und atmosphärischen Störungen gibt den alten Folgen einen unverwechselbaren nostalgischen Glanz, der den authentischen Klang einer Tonbandkultur der frühen 60-er Jahre spiegelt.
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Info: Hörspiel
![Hörspiel-Produktion [Quelle: Radio Bremen] Hörspiel-Produktion [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/hoerspiel/triebel100_v-mediateaser.jpg)
Wort, Klang, Geräusch, Musik - Die Hörspiele im Nordwestradio bieten die ganze Sinnlichkeit des Radios. Nah und fern: Sie erzählen von großen und kleinen Geschichten von Menschen aus der Region und der weiten Welt. Wieder-Gehört und Noch-Nicht-Gehört: Die Spielformen reichen von Hörspielklassikern und Krimis bis hin zu neuen akustischen Ansätzen im Zeitalter von Online und Internet.
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Fr., 19:05 - 20 Uhr (14-tägig)
Bremer Autoren- und Produzentenpreis
Mit dem Bremer Autoren- und Produzentenpreis soll der Erweiterung des Autorenbegriffes in den zeitgenössischen Performing Arts Rechnung getragen und sollen Künstler gefördert werden, die interdisziplinäre Denk-, Sicht-, Arbeits- und Produktionsweisen – auch jenseits der etablierten Kunstsparten – konkret erforschen und umsetzen. Mehr...
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Es gibt Orte, mit denen stimmt etwas nicht. Kennen Sie einen solchen Ort in Bremen und dem Nordwesten? Dann machen Sie mit und tragen diesen Ort auf unserer Karte ein. Mehr...
Info: Hörbar
![Die Hörbar im Bremer Schauspielhaus [Quelle: Radio Bremen, Foto: Sigrid Zimmermann-Klein] Die Hörbar im Bremer Schauspielhaus [Quelle: Radio Bremen, Foto: Sigrid Zimmermann-Klein]](/nordwestradio/sendungen/hoerspiel/hoerspiel132_v-mediateaser.jpg)
Im Foyer des Neuen Schauspielhauses Bremen werden alle zwei Monate Hörspiele präsentiert, die von Radio Bremen produziert wurden. Vorgestellt werden aktuelle, gegenwartsnahe Stücke, Klassiker und historische Produktionen. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Theaters Bremen mit Radio Bremen.
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Für die "Pro musica antiqua" 1985 hatte Radio Bremen den Flötisten Hans-Martin Linde und sein in Basel ansässiges Linde-Consort zu einem Konzert mit festlicher Barockmusik in die Ansgariikirche in Bremen eingeladen. Mehr...
26. Mai, 17:05 Uhr | Nordwestradio
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