Lesebuch
Bruno Frank, Trenck, Roman eines Günstlings, BB-Verlag
Bruno Frank, geboren am 13. Juni 1887 in Stuttgart, gestorben am 20. Juni 1945 in Beverly Hills, gehört zu Unrecht zu den heute wenig bekannten Autoren der Weimarer Republik. Er stammte aus einer großbürgerlichen jüdischen Familie, hatte Jura studiert, in Literaturwissenschaften promoviert, am Ersten Weltkrieg teilgenommen, und sah sich schon 1933 gezwungen, in die Emigration zu gehen. Über die Schweiz, Frankreich und England floh er schließlich nach Amerika, wo er sich im Kreis der deutschen Emigranten in der Nähe von Hollywood niederließ.
Der enge Freund Thomas Manns trat mit Gedichten, Schauspielen, Boulevardstücken, Romanen, Erzählungen und Drehbüchern hervor. Besonders berühmt waren damals seine historischen Erzählwerke "Tage des Königs" (1924), die "Politische Novelle" (1928), "Cervantes" (1934) und "Trenck" (1926). Hatte Frank in dem Roman "Tage des Königs" noch ein moralisches Gegenbild wider die Trivialisierungen Friedrichs des Großen entworfen, so geht es ihm in "Trenck" um eine schärfer konturierte Auseinandersetzung mit dem preußischen Monarchen. Der Baron Friedrich von der Trenck, Geliebter der königlichen Schwester, fällt beim "Alten Fritz" in Ungnade und muss die Willkür des vermeintlich so aufgeklärten Herrschers bitter büßen.
Hans Caninenberg liest den Roman Bruno Franks in 20 Folgen.
Produktion: SR 1978
Info: Lesebuch
![Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen] Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/lesebuch/infobild134_v-mediateaser.jpg)
Fortsetzungslesung großer, für den Funk eingerichteter Romane und Erzählungen.
Sendezeit:
Mo., - Fr., 18:30 - 19 Uhr
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