Lesebuch
Peter Handke
"Schreiben ist gefährlich" – solche Sätze sagt Peter Handke, auf mehr als fünfzig Jahre Schreiberfahrung zurückblickend. Tatsächlich hat der österreichische Schriftsteller, der am 6. Dezember 70 Jahre alt wird, Höhen und Tiefen durchlebt, Lebenskrisen durchgestanden und glänzende Erfolge gefeiert, Attacken gegen literarische Rituale und schlechte Bücher geritten und seinerseits Angriffe wegen seiner politischen Position in Sachen Serbien einstecken müssen.
Schon mit 24 Jahren landete Handke mit dem kleinen Roman "Die Hornissen" seinen ersten Erfolg. Bald entpuppte sich der junge Mann mit der Beatles-Frisur und der dunklen Brille als Enfant terrible, provozierte Theaterpublikum ("Publikumsbeschimpfung") und Schriftstellerkollegen gleichermaßen – und wurde bekannt. Gleichzeitig zog er sich, eigentlich ein stiller Mensch, immer wieder zurück. Er ging ins Ausland, lebte auf dem Land, reiste jahrelang in die entlegensten Länder und entzog sich damit den Augen des Literaturbetriebes. Dabei schrieb er unentwegt: Romane und Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher für Filme (u. a. für Wim Wenders), politische Essays, Gedichte, Hörspiele. Er bekam zahlreiche Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis – und mischte sich in die politische Debatte um Serbien ein.
Im Lesebuch senden wir anlässlich des 70. Geburtstages vier seiner Texte: "Die linkshändige Frau", gelesen von Maren Kroymann, "Kindergeschichte", gelesen von Charles Wirths, "Der kurze Brief zum langen Abschied" und "Gestern unterwegs" - beide gelesen von Peter Handke selbst.
Produktionen SFB 1986, WDR 1981, NDR 1972 und DLR
Programmtipp Lesebuch: Zum 70. Geburtstag von Peter Handke, [3:19]
Info: Lesebuch
![Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen] Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/lesebuch/infobild134_v-mediateaser.jpg)
Fortsetzungslesung großer, für den Funk eingerichteter Romane und Erzählungen.
Sendezeit:
Mo., - Fr., 18:30 - 19 Uhr
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