Lesebuch
Stefan Heym: "Nachruf", Fischer, 2003
Geboren wurde Stefan Heym – eigentlich Helmut Flieg - am 10. April 1913 in Chemnitz. Der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie und junge sozialkritische Publizist emigrierte 1933 vor der Verfolgung der Nazis in die Tschechoslowakei, später in die USA. Nach einem literaturwissenschaftlichen Studium veröffentlichte er Romane in englischer Sprache und hatte damit Erfolg. 1943 wurde er Mitglied der US-Armee und kehrte mit dem Spezialauftrag der psychologischen Kriegsführung gegen die Deutschen nach Europa zurück. Dort unterstützte er auch die Invasion in der Normandie.
Nach dem Krieg arbeitete Stefan Heym als Zeitungsredakteur für verschiedene amerikanische Blätter, wurde 1945 jedoch wegen seiner sozialistischen Gesinnung in die USA zurückbeordert. Zur gleichen Zeit wie Charlie Chaplin und Thomas Mann emigrierte er 1952 vor der Verfolgung durch McCarthy und ging nach Ost-Berlin. Zunächst dem DDR-Sozialismus durchaus zugeneigt, wurde Heyms Position zunehmend schwieriger. 1979 kam es zum Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR, erst 1989 wurde Heym rehabilitiert. Während des deutschen Einheitsprozesses spielte der renommierte Schriftsteller eine weithin beachtete Rolle. Als Parteiloser wurde er 1994 in den Bundestag gewählt und hielt als Alterspräsident die Eröffnungsrede. Die CDU/CSU-Fraktion versagte ihm demonstrativ den Applaus.
Produktion: MDR/RIAS/DLF 2013/1988
Programmtipp: Stefan Heym "Nachruf", [3:38]
Info: Lesebuch
![Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen] Bücher im Regal [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/lesebuch/infobild134_v-mediateaser.jpg)
Fortsetzungslesung großer, für den Funk eingerichteter Romane und Erzählungen.
Sendezeit:
Mo., - Fr., 18:30 - 19 Uhr
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